"Das wilde Dutzend" spezialisiert sich auf fantastische Bücher

Dorothea Martin ist Expertin für transmediales Storytelling und Mitgründerin des Verlags "Das wilde Dutzend". (Foto: BW)

Prenzlauer Berg. "Codex Roboticus" heißt ein neues Buch für alle Freunde mystischer Geschichten und Kunst. Geschrieben, gezeichnet und gestaltet hat es Jens Maria Weber. Erschienen ist es im Verlag "Das wilde Dutzend".

In diesem Buch geht es um die Entwicklung von "Maschinenmenschen" in den 20er-Jahren des vorigen Jahrhunderts. Der Autor begibt sich auf die Spur des Veterinärs Stanislaus Schwenck und seines Golem-Geheimprojektes. Mit Illustrationen, Fotos und Dokumenten taucht Jens Maria Weber ein in die Welt einer schier unglaublichen Unternehmung. Dem Leser bleibt es überlassen zu ergründen, was Wahrheit und was Fiktion ist.

Mit der Fiktion und Realität zu spielen, ist ein Steckenpferd des Verlags "Das Wilde Dutzend" mit Sitz in der Hagenauer Straße 2. Auf die Idee, diesen Verlag zu gründen, kamen Simone Veenstra und Dorothea Martin während einer Neuseelandreise. "Wir machten viele Wanderungen. Dabei erzählten wir uns Geschichten. Irgendwann sagten wir uns: Wir gründen einen Verlag. In dem wollen wir besondere Geschichten für größere Kinder und Erwachsene veröffentlichen, die sich eine spielerische Neugierde erhalten haben", sagt Dorothea Martin. Zurück in Berlin beteiligten sich die beiden am Businessplan-Wettbewerb der Investitionsbank Berlin und bekamen eine Förderung. Weil sie vor allem geheimnisvolle Bücher veröffentlichen, hat der Verlag selbst auch einen Mythos.

Der Legende nach gibt es nämlich ein Geheimarchiv des Geheimordens "Das wilde Dutzend". Ziel des Ordens ist es, Geheimnisse der Literatur- und Kunstgeschichte aufzudecken. Verschollen geglaubte Manuskripte sollen an die Öffentlichkeit gelangen. Mit dem ersten Buch des Verlages "Die Guten, die Bösen und die Toten" wurde diese Legende gleich untermauert. Die Texte stammen nämlich von Johan von Riepenbreuch, dem jüngsten Sohn einer verarmten Adelsfamilie im ausgehenden 19. Jahrhundert. Kurz nach dem Beginn seiner Arbeit an einer Schreckenschronik verschwand er spurlos. Seine verloren geglaubten Manuskripte wurden erst jetzt wiederentdeckt. Illustriert wurden seine Texte von Ebeneeza K., einer Nachfahrin des Herrn von Riepenbreuch. Nach diesem fantastischen Erstling mit Manga-Einschlag erschien das Buch "Wer kann für böse Träume. The Secret Grimm Files". 15 Autoren erzählen Märchen der Gebrüder Grimm neu. Der Verlag versucht aber auch, die Grenzen des Mediums Buch zu sprengen. In sozialen Netzwerken werden Geschichten weitergesponnen, natürlich unter Einbeziehung der Leser.

Weitere Infos gibt es auf http://das-wilde-dutzend.de sowie unter 28 88 31 99.

Bernd Wähner / BW
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