Der Bezirksverband der Kleingärtner feiert seinen 25. Geburtstag

Die ersten Knospen sind da: Wolfgang Hartpfeil im Garten der Geschäftsstelle. (Foto: BW)

Prenzlauer Berg. In diesem Jahr feiert der Bezirksverband der Kleingärtner Prenzlauer Berg seinen 25. Geburtstag. Mit dem neuen Vorsitzenden Wolfgang Hartpfeil unterhielt sich Berliner-Woche-Reporter Bernd Wähner.

Was verbindet Sie mit dem Kleingartenwesen im Ortsteil?

Wolfgang Hartpfeil: Ich habe selbst seit vielen Jahren einen Garten in der Anlage Grönland und war dort lange im Vorstand. 1993 kam ich in den Vorstand des Bezirksverbands. Als unser langjähriger Vorsitzender Egid Riedl nicht mehr antrat, wurde ich gewählt.

Für wie viele Kleingärten ist der Bezirksverband zuständig?

Wolfgang Hartpfeil: Wir haben in acht Anlagen insgesamt 815 Parzellen. Weil die meisten von Paaren genutzt werden, haben wir im Bezirksverband insgesamt 1600 Mitglieder.

In diesem Jahr begann das frühlingshafte Wetter schon sehr zeitig. Bemerkten Sie auch einen früheren Saisonstart?

Wolfgang Hartpfeil: Auf jeden Fall. Viele Kleingärtner nutzten den milden Winter bereits für den Baumschnitt. Seit Anfang März wird bereits sehr aktiv in den Gärten gearbeitet. Viele Beete sind für die Aussaat vorbereitet. Überall sieht man die Frühblüher. So richtig los geht es aber erst Anfang April. Dann wird in den Anlagen bekanntgegeben, wann das Wasser wieder angestellt wird. Zum Schutz vor Frost ist es im Winter abgestellt. Mancher vergisst aber, alle Wasserhähne abzudrehen. Damit es nicht zu Überschwemmungen kommt, muss das Anstellen offiziell angekündigt werden.

Weil wir gerade beim Thema Schäden sind: Gab es denn in den zurückliegenden Monaten wieder Laubeneinbrüche?

Wolfgang Hartpfeil: Leider ja. Besonders betroffen war die Anlage Bornholm I. Dort hatten wir 33 Einbrüche zu verzeichnen, vor allem verbunden mit Vandalismus. Es wurde nach Getränken gesucht. Außerdem ließen Einbrecher technische Geräte und Kabel mitgehen. Offenbar ging es ihnen vor allem ums Buntmetall.

Ein Thema, um das die Kleingärtner seit Jahren kämpfen, ist die dauerhafte Sicherung der Anlagen. Hat sich in diesem Punkt etwas bewegt?

Wolfgang Hartpfeil: Nein. Die Anlagen haben eine Schutzfrist bis 2020. Bornholm I und II sind als Mischgebiet festgeschrieben. Das heißt, sie könnten vom Senat auch für Wohnungsbau freigegeben werden. Auch für die Anlagen am Volkspark Prenzlauer Berg gibt es noch keinen dauerhaften Schutz.

Dabei sind Kleingärten doch sicher sehr nachgefragt?

Wolfgang Hartpfeil: Und wie. Wir haben derzeit eine Liste von 130 Interessenten. Ständig gibt es weitere Anfragen. Aber mit zwei, drei Jahren Wartezeit muss man schon rechnen. Freiwerdende Gärten werden nach Reihenfolge angeboten.

Wie wird denn das Jubiläum begangen?

Wolfgang Hartpfeil: Im Juni wird es eine Festveranstaltung geben, außerdem finden weitere Veranstaltungen statt. Die Anlage Bornholm I feiert im Juni das Rosenfest mit Politfrühschoppen. Für Kinder gibt es im September ein großes Kinderfest im Bereich der Anlagen am Volkspark Prenzlauer Berg.


Bernd Wähner / BW
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