Die Katastrophe und ihre Folgen: Uranium Film Festival vom 10. bis 15. Oktober

Berlin: Kulturbrauerei |

Prenzlauer Berg. Ein ganz besonderes Festival ist im Oktober in Prenzlauer Berg zu erleben: das Uranium Film Festival. In diesem werden ausschließlich Filme gezeigt, die sich mit Atomenergie beschäftigen.

Im Kino der Kulturbrauerei sowie im Zeiss Großplanetarium werden vom 10. bis 15. Oktober insgesamt 28 Filme präsentiert. Diese stammen aus acht Ländern. Das Filmfest steht in diesem Jahr im Zeichen des radioaktiven Unfalls von Goiânia. Der geschah vor 30 Jahren im September 1987.

Aus diesem Anlass wird das Festival drei brasilianische Filme sowie eine Fotoausstellung über den Goiânia-Unfall im Kino in der Kulturbrauerei zeigen. Unter anderem wird als deutsche Erstaufführung der Film „Algo do que Fica“ (Etwas das bleibt) des brasilianischen Nachwuchsregisseurs Benedito Ferreira vorgestellt. Der Kurzspielfilm, der sensibel die radioaktive Katastrophe und ihre Folgen in Goiânia reflektiert, war vergangenen Juni einer der Hauptgewinner des renommierten Umweltfilmfestivals FICA in Goiás. Für das Filmfest in Berlin wurde als Ehrengast Odesson Alves Ferreira, Sprecher und bis vor Kurzem langjähriger Präsident der Vereinigung der Cäsium-Opfer von Goiânia (AVCésio), eingeladen. Odesson selbst wurde stark verstrahlt und lebt mit den Folgen.

Das in der Welt einmalige Festival des atomaren Films wird auch in diesem Jahr durch zahlreiche Menschen unterstützt, die sich für eine Welt ohne Atomkraftwerke einsetzen. Dazu gehören unter anderem der Bundestagsabgeordneten Klaus Mindrup (SPD) und Jörg Sommer (Vorsitzender der Deutschen Umweltstiftung), sowie die Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW), die Koalition zur Ächtung von Uranwaffen (ICBUW) und die die Juristenvereinigung gegen Kernwaffen (IALANA).

Ins Leben gerufen wurde das Uranium Filmfestival 2010 von Norbert G. Suchanek. Dieser organisierte dieses zunächst in Rio. Ein Jahr später wurden Filme dieses Festivals erstmals in Berlin gezeigt. BW

Der Eintritt zu den Einzelveranstaltungen kostet sieben, ermäßigt fünf Euro. Es gibt aber auch Festival-Pässe ab zehn Euro für einen Tag. Das komplette Programm und Kartenreservierung auf http://asurl.de/133c.
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