Gemeinschaft des Milchhofs feiert zehnjähriges Jubiläum

Inn der Schwedter Straße arbeiten heute über 40 Künstler. Links: Der Pavillon, in dem immer neue Ausstellungen zu besichtigen sind. (Foto: BW)

Prenzlauer Berg. Ihr zehnjähriges Jubiläum im früheren Schulhaus an der Schwedter Straße feiert dieser Tage die Ateliergemeinschaft Milchhof. An vielen Stellen in der Stadt sind in den vergangenen Jahren Atelierhäuser geschlossen worden. In der Regel hatten die Eigentümer anderes mit ihren Immobilen vor.

Und Künstler können nun mal keine hohen Mieten zahlen. Umso bemerkenswerter ist es, wenn es einer Ateliergemeinschaft gelingt, über viele Jahre zusammenzubleiben.

Die Ateliergemeinschaft Milchhof wurde bereits 1991 gegründet. Ihr Markenzeichen ist von Anfang an eine demokratische Entscheidungsstruktur. Ihre Ateliers hatten die Künstler seit 1991 zunächst auf dem Gelände der alten Meierei an der Anklamer Straße. Diese war dann auch Namensgeber für den "Milchhof".

Als die Meierei verlassen werden musste, fanden die Künstler in der Schwedter Straße 232 neue Räume. Im September 2004 konnten sie das kleine alte Schulhaus in Besitz nehmen. Nach ersten Umbauten konnten die Ateliers im November vor zehn Jahren bezogen werden. Doch nicht nur das Gebäude wird seitdem künstlerisch genutzt, im Hof entstand 2006 auch der Ausstellungsort "Gewächshaus für zeitgenössische Kunst". Vor fünf Jahren konnte im Hof außerdem ein gläserner Pavillon eingeweiht werden. In diesem stellen immer wieder Künstler aus dem Atelierhaus, aber auch Gäste aus.

Inzwischen gibt es im "Milchhof" über 40 Ateliers, Proberäume und Studios auf vier Etagen. Darunter befindet sich auch ein Gastatelier. Mehr als 50 Künstler arbeiten dort als Maler, Zeichner, Bildhauer, Fotograf, Filmemacher, Videokünstler oder in den Bereichen Tanz, Performance, Musik und Regie.

Eine der Künstlerinnen ist die Zeichnerin Inken Reinert. "Ich bin erst seit einigen Monaten im Milchhof. Hier fühle ich mich sehr wohl. Hier gibt es gewachsene Strukturen, und man kann sich hier auf kurzem Wege mit Kollegen austauschen", sagt sie.

Weitere Informationen gibt es auf www.milchhof-berlin.de.

Bernd Wähner / BW
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