Schwul-Lesbisches Parkfest am 8. August 2015 im Volkspark Friedrichshain

Bunt und tolerant: Über 6000 Menschen feiern seit 18 Jahren das LesBiSchwule Parkfest im Friedrichshain. (Foto: Anja Schulze)
 
Über 6000 Menschen feiern seit 18 Jahren das LesBiSchwule Parkfest im Friedrichshain. (Foto: Anja Schulze)
Berlin: Freiluftkino Friedrichshain |

Friedrichhain. Am 8. August zeigt sich der Volkspark Friedrichshain wieder ganz im Zeichen der Regenbogenfahne. Um 15 Uhr beginnt am Freiluftkino das LesBiSchwule Parkfest.

Die Arbeiterwohlfahrt Spree-Wuhle e. V. und das Bezirksamt veranstalten seit 1998 jährlich diese LesBiSchwule Parkfest. Aus kleinen Anfängen ist dieses Event mittlerweile zu einer festen Größe im Bezirk und in der ganzen Stadt geworden.

„Wir sind inzwischen das drittgrößte Fest in Berlin“, sagte Christian Meyerdierks – einer der Organisatoren. Die Idee entstand 1996 im Gleichstellungsausschuss der Bezirksverordnetenversammlung Friedrichshain. Inzwischen ist es bereits das 18. Parkfest. „Wir werden damit in diesem Jahr volljährig“, meinte Meyerdierks nicht ohne Stolz. Denn diese Veranstaltung wird nur in ehrenamtlicher Arbeit organisiert. Die Anfänge lagen noch auf dem Berg vor dem Café. Doch dieser Platz wurde bald zu klein, so dass vor 15 Jahren ein Umzug auf das Gelände am Freiluftkino erfolgte. „Damit haben wir natürlich auch den Vorteil, dass wir die Bühne für unsere Konzerte nutzen können“, sagte Meyerdierks. Seit 15 Jahren wird das Fest nun von der Arbeiterwohlfahrt organisiert. „Wir sind gegenwärtig auch dabei, den Verein ‚AWO-Queer’ ins Leben zu rufen“, erklärte Christian Meyerdierks. Doch dazu bedarf es noch der Zustimmung durch den Bundesvorstand. „Wir sind ein sehr junger Bezirksverband Wuhletal“, sagte Meyerdierks. „Wir haben im Bezirksverband ein Durchschnittsalter von 44 Jahren – was für die Arbeiterwohlfahrt recht ungewöhnlich ist.“

Das LesBiSchwule Parkfest ist ein Fest für alle. „Wir wollen alle Menschen erreichen und Informationen in die Gesellschaft tragen“, kommentierte Meyerdierks. Ihm geht es nicht nur um Toleranz für anderen Lebensvorstellungen, sondern in erster Linie um Akzeptanz. „Wir möchten von der Gesellschaft mit unseren anderen Vorstellungen von Partnerschaft, Familie und Ehe akzeptiert werden.“ Mit dem Parkfest soll ein Ort geschaffen werden, „um auch Berührungsängste abzubauen“. Wie Meyerdierks sagte, „sollen sich bei Musik und Unterhaltung Menschen so begegnen, wie sie sind.“ Es soll ein Raum sein, in dem sich Menschen mit unterschiedlichen Lebensauffassungen treffen können. „Wir haben rund 40 Informationsstände aufgebaut“, sagte Meyerdierks. Auch an das leibliche Wohl der Gäste ist gedacht und es gibt Musik und Tanz. Bereits zum fünften Mal ist die Gruppe „Kusinen“ mit nicht ganz ernsten Schlagertiteln beim Parkfest dabei.

In den vergangenen Jahren besuchten mehr als 6000 Gäste die Veranstaltung, darauf sind die Veranstalter besonders stolz. Das LesBiSchwule Parkfest ist bewusst ein Fest für alle und somit eine kostenlose Veranstaltung. „Wir sind immer auf der Suche nach Sponsoren“, betonte Meyerdierks. Alle arbeiten zwar ehrenamtlich, doch die Märktstände müssen bezahlt werden, Künstler bekommen ein Honorar und die Tontechnik ist auch nicht billig zu bekommen. Deshalb sind die Veranstalter auch froh darüber, dass der Betreiber des Kinos nicht nur die Fläche zur Verfügung stellt, sondern auch mit einer Spende die Veranstaltung unterstützt.

Das LesBiSchwule Parkfest beginnt am Sonnabend, 8. August, um 15 Uhr. Um 17 Uhr wird Bürgermeisterin Monika Herrmann (Grüne) das Fest offiziell eröffnen. KT

Weitere Informationen: www.parkfest-friedrichshain.de.
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