Kirstin Wulf gibt mit ihrem neuen Buch Eltern Tipps zur Finanzerziehung

Kirstin Wulf gibt in ihrem Buch Erwachsenen Tipps zur Finanzerziehung von Kindern. (Foto: Bernd Wähner)

Prenzlauer Berg. Wenn Mama und Papa beim Einkaufen ihrem Kind sagen, dass für dieses oder jenes Spielzeug kein Geld da ist, bekommen sie mitunter eine verblüffende Antwort: „Dann geht doch zur Bank und holt euch welches.“ Spätestens an dieser Stelle sollte Eltern darüber nachdenken, wie sie mit ihrem Kind mal offen über den Umgang mit Geld reden.

„Das Thema Geld gehört nicht unter den Teppich, sondern an den Familientisch“, meint die Autorin Kirstin Wulf, die jetzt ein Buch zur Finanzerziehung geschrieben hat. „In Deutschland wird in Familien nur selten über private Finanzen gesprochen. Warum eigentlich? Weil wir das von unseren Eltern so gelernt haben? Weil das unangenehm ist? Weil wir unsere Kinder schützen wollen?“ Damit bei diesem Thema endlich umgedacht wird, ist Kirstin Wulf seit fast fünf Jahren eine Über-Geld-Sprecherin und mit Vorträgen und Workshops unterwegs.

Was das Leben kostet

Sie ist der Meinung, dass Kinder und Jugendliche in einem Klima aufwachsen müssen, in dem offen und ehrlich über Geld geredet wird. Deshalb gab Kirstin Wulf ihr Buch „Dann geh doch zur Bank und hol dir welches!“ heraus. Auf 240 Seiten erzählt sie anschaulich, wie Finanzerziehung funktionieren kann. Die Autorin gibt Tipps, wie man Kindern beibringt, was das Leben so kostet. Miete, Energie, Einkauf oder Freizeitvergnügen – man muss lernen, sich das zur Verfügung stehende Geld einzuteilen und damit auszukommen. Wer das nicht schafft, ist bald überschuldet.

Kirstin Wulf hat selbst Kinder und weiß, wie notwendig eine solche Finanzerziehung ist. „Früher bekamen arbeitende Menschen ihr Geld noch in der Lohntüte. Da konnte man genau sehen, wie viel man hat“, wirft Kirstin Wulf einen Blick in die Vergangenheit. „Heute wird alles aufs Konto überwiesen. Mancher verliert da schon mal den Überblick. Deshalb braucht man Finanzkompetenz, um sein Budget nicht zu überziehen.“

Dieser Meinung ist auch Ingrid Stahmer. Die ehemalige Senatorin für Soziales, Jugend und Schule ist heute Sprecherin der Landesarmutskonferenz Berlin. Sie freut sich über dieses Buch und sagt: „Kirstin Wulf geht ein wichtiges Thema an. Mit Kindern über Geld sprechen heißt vor allem, grundsätzliche Lebenskompetenzen zu vermitteln“. BW

Das Buch erscheint im Cividale Verlag und kostet 19,90 Euro. Weitere Informationen zu Kirstin Wulf gibt es auf www.bricklebrit.net.
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