Bezirksverordnete fordern neues Nutzungskonzept für Schulfläche

Prenzlauer Berg. Der Schulhof an der Grundschule am Falkplatz soll künftig wieder Anwohnern als Sport- und Freizeitfläche zur Verfügung stehen. Das fordert die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) in einem Beschluss auf ihrer jüngsten Sitzung.

Dem Beschluss zufolge soll das Bezirksamt in einem moderierten Verfahren mit breiter Öffentlichkeitsbeteiligung ein Nutzungskonzept für die Flächen entwickeln. Mit dem soll sichergestellt werden, dass die Schul-, Spiel- und Sportflächen zumindest zu bestimmten Zeiten öffentlich zugänglich bleiben.

Das war in den vergangenen Wochen nicht so. Die Schulleiterin hatte per Aushang mitgeteilt, dass die Spiel- und Sportflächen nur noch den Schülern vorbehalten sind. Dabei waren die betreffenden Flächen vor zehn Jahren mit öffentlichen Fördermitteln saniert worden. Bedingung war, dass sie mindestens zehn Jahre lang auch von den Nachbarn mit genutzt werden können. Laut Stadträtin Christine Keil (Die Linke) ist die zehnjährige Bindungsfrist am 3. Juni ausgelaufen. "Aber das ist nicht der Grund für die Sperrung", so die Stadträtin weiter. "Der Grund ist vielmehr ein Nutzungskonflikt. Immer wieder werden der Schulhof und die angrenzende Flächen von schulfremden Personen total vermüllt." Mitunter könne in den ersten Unterrichtsstunden gar kein Sportunterricht stattfinden, weil der Sportplatz auf dem Schulgelände erst einmal von Glasscherben befreit werden muss. Hinzu kommt, dass auch nachmittags das gesamte Gelände von der Schule genutzt werden muss. "Besuchten 2002 noch 316 Schüler die Schule am Falkplatz, so sind es heute 700. Diese Schüler brauchen natürlich auch in den Pausen und im Hort mehr Freifläche", so Keil. Die Stadträtin räumt aber ein, dass das Schulamt über diese Themen bisher nicht mit den Nachbarn sprach. "Man ist aber zu Gesprächen und Kompromissen bereit", so Keil. Heiner Funken vom Bürgerverein Gleimviertel zieht nach den Auskünften das Fazit: "Das einzig Erfreuliche ist, dass noch Gespräche stattfinden sollen. Ich hoffe nur, dass die Flächen zumindest in den Sommerferien zu nutzen sein werden, denn dann sind ja keine Schüler da."


Bernd Wähner / BW
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