Bildung und Spiel: Bezirk versucht einen Neustart der "Temporären Spielstraße"

Prenzlauer Berg. Das Bezirksamt plant ab Mai einen Neustart des Projektes „Temporäre Spielstraße“. In den vergangenen Monaten verständigte man sich darüber, wie das Projekt künftig rechtssicher durchgeführt werden kann.

Am 26. Mai 2015 gab es erstmals die „Temporäre Spielstraße“. Auf der Gudvanger Straße ließ das Bezirksamt einen etwa 50 Meter langen Abschnitt absperren. Von 10 bis 18 Uhr wurde auf dem Asphalt gespielt. Vorgesehen war, die Spielstraße danach jeden Dienstag von 10 bis 18 Uhr regelmäßig bis in den Herbst zu organisieren. Aber bereits im Juli kam das Aus. Eine Anwohnerin zog vors Verwaltungsgericht. Das erklärte, dass es sich beim Spielen auf der Straße um keine Veranstaltung handelt. Deshalb dürfe die Straße dafür nicht gesperrt werden. Es fehle schlicht die rechtliche Grundlage. Deshalb konnte das Projekt nicht fortgesetzt werden.

Doch nun soll es auf solider rechtlicher Grundlage einen Neustart geben. „Das Bezirksamt unterstützt weiterhin das Modellprojekt, im Rahmen einer Veranstaltung das temporäre Spielen von Kindern im öffentlichen Straßenland zu ermöglichen“, erklärt der Stadtrat für öffentliche Ordnung, Dr. Torsten Kühne (CDU). „Das Jugendamt Pankow hat deshalb einen neuen Antrag auf Durchführung der Veranstaltung ‚Temporäres Spielen auf der Gudvanger Straße‘ von Mai bis Oktober 2016 gestellt.“ Diese Veranstaltung soll in Kooperation mit der Initiative „Temporäres Spielen auf der Straße“ durchgeführt werden. Kinder und Jugendliche sollen dem Antrag zufolge die Straße für Spiel-, Sport-und Spaßaktionen jeden zweiten Dienstag von 10 bis 18 Uhr nutzen können.

Die einzelnen Veranstaltungen werden mit weiteren Kooperationspartnern wie dem Deutschen Kinderhilfswerk, dem Verkehrsclub Deutschland und dem ADFC durchgeführt. Mit diesen Partnern erhalten die betreffenden Dienstage nicht nur Spiel-, sondern auch Bildungscharakter. Bevor es für den Neustart der Spielstraße endgültig grünes Licht gibt, muss das Bezirksamt die Veranstaltungsreihe noch genehmigen. Dazu fand im Rahmen der Meinungsbildung auch eine Anwohner- und Bürgeranhörung statt. BW
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