Das Bezirksamt wird in der Fröbelstraße 17 künftig nur noch Mieter sein

Prenzlauer Berg. Das Bezirksamt trennt sich von seinem Bürostandort in der Fröbelstraße 17. An diesem sind unter anderem das Bürgeramt Prenzlauer Berg, das Ordnungsamt und das Sozialamt untergebracht.

Das Gelände wird in das "Sondervermögen Immobilien" des Landes übergeben. Einer Übertragung stimmte die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) zu. BV-Vorsteherin Sabine Röhrbein (SPD) teilte nach der Sitzung mit, dass die Verwaltung und Bewirtschaftung des Areals künftig durch die BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH erfolgen würde. Diese übernimmt den Verwaltungsstandort am 1. Januar 2016. Danach lässt sie schrittweise die Gebäude sanieren. Ein Teil des Ensembles wird zwar weiter von der Bezirksverwaltung genutzt. der andere soll aber auch neuen Nutzungsmöglichkeiten geöffnet werden. Auch der Bau eines Wohnhauses ist im Gespräch.

Die Bezirkspolitiker möchten mit diesem Schritt den Bezirkshaushalt entlasten. Die großteils unsanierten Gebäude belasten den Haushalt erheblich. Für eine notwendige energetische Sanierung fehlen auf lange Sicht die nötigen Mittel. Damit die Immobilie den Bezirk nicht weiter in die roten Zahlen schlittern lässt, beschloss die BVV bereits vor drei Jahren, dass eine Übergabe an die BIM vorzubereiten. Das Ganze zog sich in die Länge. Auch jetzt sind noch nicht alle Fragen geklärt.

Die Verordneten gaben dem Bezirksamt einige Hausaufgaben mit auf den Weg. Unter anderem soll es bis zum Jahresende darlegen, wie eine energetische Sanierung der Gebäude von der neuen Verwalterin erreicht werden kann. Außerdem hat das Bezirksamt zu erklären, wie in den nächsten Jahren eine leistungsfähige IT-Infrastruktur am Standort aufgebaut werden kann. Auch in puncto Barrierefreiheit der Verwaltungsgebäude wollen die Verordneten mehr erfahren. Auf absehbare Zeit verbleiben zwar Teile der Bezirksverwaltung weiter in der Fröbelstraße 17, aber Umzüge zu einem späteren Zeitpunkt sind nicht ausgeschlossen. Bereits 2012 war ein Umzug in ein Bürogebäude an der Prenzlauer Promenade ins Auge gefasst worden. Dieses hätte der Bezirk von einem privaten Eigentümer anmieten können. Doch der Senat erteilte dem Vorhaben seinerzeit eine Abfuhr.


Bernd Wähner / BW
0
Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.