Künftig soll die BSR den Unrat im Mauerpark entsorgen

Prenzlauer Berg. Auf Grünflächen, wie dem Mauerpark, sollte künftig die BSR für die Müllbeseitigung sorgen. Für die Aufgabenneuverteilung soll sich das Bezirksamt beim Senat einsetzen, so ein Auftrag von der BVV.

Sobald das Wetter frühlingshafter wird, tummeln sich im Mauerpark und auf den Plätzen des Ortsteils wieder viele Menschen. Viele genießen aber nicht nur Sonne und frische Luft, es wird auch gegessen und getrunken. Viele lassen ihre Abfälle und Essensreste in den Grünanlagen zurück - leider nicht in den vorhandenen Müllbehältern, sondern meist über die Wiesen und Wege verstreut. Dieser Müll muss bisher von den Mitarbeitern des Grünflächenamtes entsorgt werden, weil diese für den Zustand der Grünanlagen zuständig sind.

Bei kleineren Müllmengen lässt sich diese Arbeit im Rahmen der üblichen Grünpflege ohne großen zusätzlichen Aufwand mit erledigen. Aber im Mauerpark zum Beispiel geht die Abfallbeseitigung nach sonnigen Wochenenden weit über das Maß der gärtnerischen Grünpflege hinaus.

Da werden dann Gartenfachleute zu Müllmännern, was eigentlich gar nicht ihre Aufgabe ist. Nach dem Müllsammeln bleibt dann häufig kaum noch Zeit für die eigentliche Aufgabe der Mitarbeiter des Gartenamtes, nämlich die tatsächliche Grünpflege.

Jedes Jahr hat das Bezirksamt über 100 000 Euro in die Müllbeseitigung allein im Mauerpark zu investieren. Das sind Mittel, die der "normalen" Grünpflege im Bezirk verloren gehen. Deshalb meinen die Verordneten, dass die BSR diese Aufgabe auch auf stark frequentierten Grünflächen wie dem Mauerpark übernehmen sollte.

Diese Entlastung des Grünflächenamtes würde dazu führen, dass sich die Mitarbeiter wieder mehr ihrer eigentlichen Aufgabe widmen könnten. Damit würde sich wiederum der Pflegezustand von Stadtplätzen und Parks im Bezirk verbessern.

Derzeit führt der Senat mit dem Bezirk Gespräche über eine entsprechende Neuverteilung der Aufgaben, berichtet der Vorsitzende des Ausschusses für Stadtentwicklung und Grünanlagen, Roland Schröder (SPD). So kann man hoffen, dass dieser BVV-Beschluss sich auch auf den Verlauf dieser Gespräche auswirkt.


Bernd Wähner / BW
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