Mobiler Fahrradständer wäre Alternative an der Caritas-Beratungsstelle

Prenzlauer Berg. Das Bezirksamt kann nicht dafür sorgen, dass vor Caritas-Sozialberatungsstelle in der Dänenstraße Pkw-Stellplätze zu Fahrradabstellplätzen umgewandelt werden. Das teilte Stadtentwicklungsstadtrat Jens-Holger Kirchner (Bündnis 90/Die Grünen) der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) mit.

Diese hatte Ende 2014 einen entsprechenden Beschluss gefasst. Die Sozialberatungsstelle gibt es seit 35 Jahren. Sie befindet sich im Erdgeschoss eines Wohnhauses. Bisher gibt es vor der Beratungsstelle aber noch keine Fahrradständer. Deshalb stellen Ratsuchende ihre Räder häufig im Hausflur ab. Das führt zu Konflikten mit den Hausbewohnern.

"Die Umwandlung von Autostellplätzen vor dieser Einrichtung zugunsten von Fahrradabstellplätzen ist rechtlich nicht möglich", erklärt Kirchner. Der Grund: Es liegt keine Gefährdung des Fußgängerverkehrs vor. Das wäre aber die rechtliche Grundlage, auf deren Basis das Bezirksamt aktiv werden könnte. Nur dann könnten Fahrradständer auf Autoparkflächen installiert werden.

Weil hier die Situation anders sei, müsse laut Bauordnung der Grundstückseigentümer zunächst selbst prüfen, wie auf seinem Grundstück ausreichend Abstellmöglichkeiten für Fahrräder geschaffen werden können. Sollte keine Möglichkeit auf dem eigenen Grundstück bestehen, könnte die Sozialberatungsstelle der Caritas bei der zuständigen Straßenverkehrsbehörde einen Antrag für die Aufstellung eines mobilen Fahrradständers auf öffentlichen Flächen stellen. Das Bezirksamt kann hier unterstützend, aber nicht von sich aus aktiv werden.


Bernd Wähner / BW
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