Trinker nicht ausgrenzen: Diskussion über Zukunft des Helmholtzplatzes geht weiter

Prenzlauer Berg. Die Diskussion über die Zukunft des Helmholtzplatzes soll im Herbst fortgesetzt werden. Ziel ist es, ein friedliches Miteinander der unterschiedlichen Nutzergruppen auf dem Platz zu erreichen. Das teilt Bürgermeister Matthias Köhne (SPD) auf Anfrage mit.

Seit einem Jahr wird mit Anwohnern, Vertretern des Fördervereins Helmholtzplatz, Polizei, Vertretern des Bezirksamts und der Bezirkspolitik intensiv über Perspektiven für den Platz diskutiert. In der Vergangenheit gab es immer wieder Konflikte zwischen Anwohnern und Trinkern, die sich seit Jahren auf dem Platz treffen. Der zuständigen Polizeiabschnitt 15 machte das Bezirksamt vor zwei Jahren darauf aufmerksam, dass sich die Situation auf dem Platz stetig zuspitzt. Es sind nicht mehr nur die "alteingesessenen" Trinker anzutreffen. Immer wieder kommen neue hinzu. Die konsumieren auch verstärkt Drogen. Das wiederum zieht Drogendealer an.

Die Polizei riet dem Bezirksamt zu handeln. Daraufhin entschied das Bezirksamt, ein neues Konzept für den Helmholtzplatz zu erarbeiten. Stadtentwicklungsstadtrat Jens-Holger Kirchner (Bündnis 90/Die Grünen) schlug im vergangenen Herbst vor, sich mit Fördervereinsmitgliedern und allen anderen an der Zukunft des Helmholtzplatzes Interessierten zu einem „Helmholtz-Ratschlag“ zu treffen. In diesem sollen gemeinsam Perspektiven für das konfliktfreie Miteinander auf dem Platz entwickelt werden.

Seit Anfang des Jahres gab es regelmäßige Treffen. Das vorerst letzte fand kurz vor den Sommerferien statt, berichtet Bürgermeister Köhne. Dabei war Konsens, dass die Trinker auch künftig nicht ausgegrenzt werden und ihnen auch kein spezieller Funktionsbereich auf dem Platz zugewiesen werden soll. Stattdessen soll die Sozialarbeit auf dem Platz verstärkt werden.

Bislang verfüge das Bezirksamt in seinem Haushalt allerdings weder über Zuwendungsmittel noch über die Mittel, Stellen für eine aufsuchende Sozialarbeit auf dem Platz einzurichten, erklärt der Bürgermeister. Über die Frage, wie man dort weiterkommen kann, soll bei einem nächsten „Helmholtz-Ratschlag“ im Herbst diskutiert werden. Mehr ist auf platzhaus-helmholtzplatz.de zu erfahren. BW
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