Verordnete fordern Bolzplatz im Mühlenkiez zu reaktivieren

Prenzlauer Berg. Im Mühlenkiez sollen Kinder und Jugendliche künftig auf mindestens einem der fünf Bolzplätze im Wohngebiet wieder Ball spielen können. Diesen Auftrag erhielt das Bezirksamt von der Bezirksverordnetenversammlung (BVV).

Im Kiez zwischen Greifswalder und Kniprodestraße gibt es eigentlich genug Bolzplätze. Allerdings sind alle fünf in einem derart maroden Zustand, dass man auf ihnen nicht spielen kann. Weil es sonst keine andere Möglichkeit im Kiez gibt, sich in seiner Freizeit sportlich zu betätigen, soll das Bezirksamt dafür sorgen, dass mindestens einer dieser Bolzplätze wieder auf Vordermann gebracht wird. Dass es in diesem Wohngebiet, das in den 70er-Jahren entstand, Handlungsbedarf gibt, hat das Bezirksamt bereits erkannt.

Immerhin leben dort 7100 Menschen in rund 3200 Wohnungen. Gemeinsam mit der Technischen Universität war in den Jahren 2012 und 2013 ein studentisches Projekt durchgeführt worden. Dabei wurde von Anwohnern erfragt, was sie sich für ihren Kiez wünschen. Im Ergebnis dieser Befragung wurden fast 50 Vorschläge erarbeitet, mit denen sich die Wohn- und Lebensqualität im Viertel verbessern ließe. Unter anderem wurde für Kinder und Jugendliche die Reaktivierung von Bolzplätzen vorgeschlagen. Der Mühlenkiez hat, im Gegensatz zum übrigen Prenzlauer Berg, eine hohe Bewohnerstabilität und einen hohen Altersdurchschnitt. Aber inzwischen ziehen auch immer mehr jüngere Leute dorthin.

Die Zahl der Kinder und Jugendlichen nehme stetig zu, sagt der SPD-Verordnete Torsten Hofer. Dieser Verjüngung des Kiezes werden die bestehenden Freizeiteinrichtungen aber noch nicht gerecht. Ein Anfang soll nun mit den Bolzplätzen gemacht werden. "Wir wollen dem Mühlenkiez einen positiven Impuls geben", sagt Hofer. Durch die Ertüchtigung vorhandener Infrastruktur seien langwierige Planungen und Gutachten für neue Projekte zu umgehen, so der Verordnete weiter.


Bernd Wähner / BW
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