Bauarbeiten behindern Ökomarkt am Kollwitzplatz

Elisabeth Westphal erklärt Pilzsammlern auf dem Ökomarkt, welche Pilze sie behalten sollten. Krause Glucke und Schirmpilze sind jedenfalls genießbar. (Foto: BW)

Prenzlauer Berg. Der Ökomarkt der Umweltorganisation Grüne Liga am Kollwitzplatz muss einen Teil seines angestammten Standorts vorübergehend aufgeben. Dabei handelt es sich um den Marktbereich auf der Wörtherstraße zwischen Kollwitz- und Husemannstraße.

Der Ökomarkt wird bis zum 30. Oktober um 50 Meter verschoben. Die Händler bauen in dieser Zeit auf der Wörtherstraße zwischen Husemann- und Knaackstraße 45 ihre Stände auf. Der Grund dafür sind mehrere Baustellen im Kiez, die das Marktgeschehen behindern würden. Mit der Verlagerung wird abgesichert, dass die Bauarbeiten keinen Einfluss auf den Marktbetrieb haben werden, erklärt Elisabeth Westphal, die Leiterin des Ökomarktes.Der Markt, der an jedem Donnerstag von 12 bis 19 Uhr auf dem Kollwitzplatz stattfindet, ist bei vielen Anwohnern inzwischen ein wöchentliches Muss. Auf dem Ökomarkt haben die Besucher die Möglichkeit, mit Biobauern in einen Dialog zu treten und Ökoprodukte von den Erzeugern zu kaufen. "Viele dieser Landwirte sind Direktvermarkter, bieten also ihre Waren selbst an", informiert Elisabeth Westphal. An jedem Donnerstag werden um die 20 Marktstände aufgebaut. Daneben gibt es aber auch ein umfangreiches Beratungsangebot, beispielsweise eine Ernährungs- und eine Pilzberatung. Diese übernimmt Elisabeth Westphal gleich selbst. Die Lebensmittelexpertin ist nämlich ausgewiesene Pilzfachfrau.

Gerade jetzt, zu Beginn des Herbstes, sprießen wieder besonders viele Pilze. Zahlreiche Berliner zieht es darum in die Waldgebiete der Stadt oder in das Umland. In den Wäldern der Region wachsen Hunderte von Pilzarten. Darunter sind aber auch etwa 100 giftige oder zumindest ungenießbare Pilzarten. Noch immer gibt es vor allem beim Grünen Knollenblätterpilz Unsicherheiten bei Sammlern, weiß Elisabeth Westphal. Der sieht nämlich dem Wiesenchampion zum Verwechseln ähnlich. Aber auch bei anderen Pilzarten sollte man vorsichtig sein. Wer sich unsicher ist, ob die von ihm gesammelten Pilze wirklich alle genießbar sind, sollte sich von Elisabeth Westphal auf dem Ökomarkt donnerstags von 15 bis 18 Uhr beraten lassen. Die Fachfrau kennt sich aus und kann aussortieren, was nicht in des Sammlers Korb gehört.

Weitere Informationen unter 443 39 10 und oekomarkt. kollwitzplatz@grueneliga.de.

Bernd Wähner / BW
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