Berlin feiert an der Gudvanger Straße ein kleines Jubiläum

Christian Gaebler, der Schüler Felix und Jens-Holger Kirchner durchschnitten das Band für den neuen Überweg. (Foto: KT)

Prenzlauer Berg. Ein neuer Fußgängerüberweg wurde am Donnerstag, 9. Januar, an der Ecke Erich-Weinert- und Gudvanger Straße eingeweiht. Und das sogar mit einiger Politprominenz. Denn der Zebrastreifen ist der 300. in Berlin, der seit 2001 aus dem "Bauprogramm zur Erhöhung der Verkehrssicherheit für Fußgänger" finanziert wurde.

Der Bereich Gudvanger, Erich-Weinert- und Krügerstraße wurde in den vergangenen Monaten umgestaltet. Alle Bauarbeiten hatten das Ziel, den Weg zur Schule in der Gudvanger Straße 20 sicherer zu machen. "Die Eröffnung des 300. Fußgängerüberweges ist ein weiterer Meilenstein im Bemühen, die Verkehrssicherheit für Fußgänger zu erhöhen", sagte der Staatssekretär für Verkehr und Umwelt Christian Gaebler (SPD) bei der Einweihung. "Ich freue mich, dass durch diese Maßnahmen das Überqueren der Straßen, insbesondere für Schüler, wesentlich sicherer wird", ergänzte der Stadtrat für Stadtentwicklung Jens-Holger Kirchner (Bündnis 90/Die Grünen). Er erinnerte daran, dass es vor allem die Eltern der Schüler gewesen sind, die sich für den Zebrastreifen eingesetzt haben.

Kirchner sagte, dass die Baumaßnahmen vor der Schule damit aber nicht abgeschlossen sind. Direkt vor der Schule in der Gudvanger Straße 20 wird die Straße zu einem kleinen Platz umgestaltet. Autos sollen dann nur noch sehr langsam von der Wichertstraße aus die Straße befahren können. Auf dem Platz sollen dann noch Bänke und Fahrradständer installiert werden. Denn die meisten Schulkinder kommen mit dem Rad.

Seit 2001 werden von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt neue Fußgängerüberwege, Mittelinseln und Gehwege finanziert. 2001 gab es in Berlin nur rund 100 Zebrastreifen. Anfangs standen für die Umsetzung der geplanten Maßnahmen eine Million D-Mark im Jahr zur Verfügung, 2012 stellte das Land bereits 1,3 Millionen Euro bereit. Die Erhöhung der Mittel ist wichtig, da an vielen Orten in der Stadt solche Anlagen durch die Straßenverkehrsbehörde bereits angeordnet sind, aber noch nicht umgesetzt werden konnten. Wie Staatssekretär Gaebler betont, ist der Zebrastreifen ein einfaches Mittel, um für Fußgänger einen Überweg über die Straße zu schaffen. Eine Ampelanlage sei wesentlich teurer und es dauert auch länger, sie zu genehmigen und anschließend zu bauen. Außerdem sei der Zebrastreifen auch für Autofahrer ein wichtiges Signal, dem Fußgänger mehr Aufmerksamkeit zu schenken.


Klaus Tessmann / KT
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