Bürgerinitiative kümmert sich um den Blankensteinpark

Regelmäßig sammelt Steffen Schmid Müll vom Rasen des Blankensteinparks. (Foto: BW)

Prenzlauer Berg. Auf dem Gelände des Alten Schlachthofs hat sich eine Bürgerinitiative gegründet, die sich aktiv um die Pflege des Blankensteinparks kümmert.

In den vergangenen Jahren entwickelte sich der Alter Schlachthof zu einem begehrten Wohngebiet. Es entstanden zahlreiche neue Reihen- und Mehrfamilienhäuser. Damit das Gebiet zu einem angenehmen Wohnquartier wird, sind auch neue Grünflächen angelegt worden. Eine davon ist der Blankensteinpark. Dessen Markenzeichen ist das noch erhaltene Skelett der früheren Hammelauktionshalle, die von 1879 bis 1880 errichtet wurde. Der Park ist fünf Hektar groß. Eingeweiht wurde er 2005.Inzwischen ist der Blankensteinpark eine Grünfläche, die rege genutzt wird. "Hierher kommen nicht nur Menschen aus den neuen Häusern in Parknähe", berichtet Anwohner Steffen Schmid, "auch aus den angrenzenden Quartieren von Prenzlauer Berg, Friedrichshain und Lichtenberg kommen viele Parkbesucher." Aber es fehlt an einer Parkpflege, die dieser intensiven Nutzung entspricht. Dem Bezirk fehlt es einfach an Mitarbeitern und finanziellen Mitteln dafür. Das bekam Steffen Schmid von Stadtentwicklungsstadtrat Jens-Holger Kirchner (Bündnis 90/Die Grünen) kürzlich noch einmal bestätigt, als er sich mit diesem zu einem Gespräch über die Zukunft des Blankensteinparks traf.

Der Anwohner rief vor einem Jahr eine kleine Bürgerinitiative ins Leben. Schmid und seine Mitstreiter sorgen immer wieder für Sauberkeit im Park. Sie räumen Hinterlassenschaften nach Partynächten und Hundekot weg. Des Weiteren kümmern sie sich um junge Bäume und Sträucher. Vor allem beim Gießen der Bäume und beim Rasensprengen gibt es schon eine gute Zusammenarbeit mit dem Bereich Grünpflege und -unterhaltung des Bezirksamtes. Die Bürger bekamen Zugang zu den Wasserstutzen. Mit Schläuchen und Sprengern konnten sie im vergangenen Sommer dafür sorgen, dass das Grün relativ frisch blieb.

Doch persönlicher Einsatz allein reicht nicht aus, um den Blankensteinpark auf Dauer als attraktive Grünanlage zu erhalten, ist sich Schmid sicher. Deshalb nahm der Anwohner Kontakt zur BSR und zu Stadtrat Kirchner auf. Unter anderem ist geplant, noch mehr Beutelspender für die Hundekotentsorgung aufzustellen. Mit dem Stadtrat wurde außerdem abgesprochen, dass zwei große Gitterboxen zur Müllentsorgung aufgestellt werden. Gemeinsam wird jetzt überlegt, ob in einem Teil des Parks offiziell das Grillen auf entsprechendem Untergrund gestattet wird. Denn bisher wird im Park illegal gegrillt. Schließlich wird auch immer noch überlegt, wie die 5000 Euro, die dem Bezirk bei der Eröffnung der Klax-Kita von der cds Wohnbau Berlin GmbH zweckgebunden für den Park gespendet wurden, am sinnvollsten eingesetzt werden.

Kirchner begrüßt die Initiative der Anwohner: "Ohne diese Initiativen, die sich um Grünanlagen kümmern, würden wir im Bezirk gar nicht mehr auskommen", sagt er. "Ich finde es gut, dass hier nicht nur gemeckert, sondern selbst angepackt wird. Gerade diese kleine Bürgerinitiative hat schon unter Beweis gestellt, dass sie sehr gut zupacken kann." Allerdings, so Steffen Schmid, ist die Bürgerinitiative bisher wirklich noch sehr überschaubar: Sechs Leute packen regelmäßig mit an. Deshalb sind alle willkommen, die das Team unterstützen möchten. Diese können sich per E-Mail blankensteinpark@gmail.de mit der Bürgerinitiative in Verbindung setzen.


Bernd Wähner / BW
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