Bundestagswahl: Andreas Otto Spitzenmann der Grünen

Prenzlauer Berg. Mit großer Mehrheit wählte der Kreisverband Pankow von Bündnis 90/Die Grünen Andreas Otto zum Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl 2013.

Er tritt im Wahlkreis 76 an, der fast alle Pankower Ortsteile umfasst. Der Pankower Kreisverband der Bündnisgrünen ist der größte östlich der Elbe. Mit Andreas Otto wurde ein sehr erfahrener Politiker als Direktkandidat aufgestellt. Der 50-jährige Elektronik-Ingenieur war seit 1990 Mitglied in der Bezirksverordnetenversammlung. Viele Jahre leitete er die Geschicke der Grünenfraktion als deren Vorsitzender. 2006 trat er zur Abgeordnetenhaus-Wahl an und wurde als Direktkandidat gewählt. Im vergangenen Jahr konnte er seinen Abgeordnetenhaus-Wahlkreis erneut direkt gewinnen. Als Abgeordneter engagiert er sich vor allem für eine soziale Wohnungspolitik und ein grünes Wirtschaften in der Stadt. Außerdem ist er aktuell als Mitglied im Untersuchungsausschuss zum Großflughafen Berlin-Schönefeld ein gefragter Mann. Mit Andreas Otto schicken die Pankower Bündnisgrünen einen sehr aussichtsreichen Kandidaten in das Ringen um das Bundestagsdirektmandat.

Er wird, das steht bereits seit September fest, gegen Lars Zimmermann von der CDU antreten. Der 38-Jährige gründete und leitet seit mehreren Jahren die gemeinnützige und überparteiliche Denkfabrik "Stiftung neue Verantwortung" in Berlin. Die Linkspartei wird aller Wahrscheinlichkeit nach Stefan Liebich als Direktkandidaten ins Rennen schicken. Der 39-Jährige ist bislang einziger Bewerber und soll noch in diesem Jahr offiziell als Kandidat gewählt werden. Liebich gewann den Wahlkreis 76 bei der vergangenen Bundestagswahl. Der heutige Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse (SPD) unterlag ihm seinerzeit. Etwas länger braucht die SPD noch für ihre Kandidatenkür.

Nachdem Thierse im Sommer seinen Rückzug erklärt hatte, gibt es inzwischen vier Bewerber um seine Nachfolge als Bundestagskandidat. Der Kreisparteitag der SPD beschloss deshalb, dass sich alle vier erst einmal in den einzelnen Partei-Abteilungen des Bezirks vorstellen sollen. Die SPD wird ihren Kandidaten wohl erst im Februar 2013 wählen.


Bernd Wähner / BW
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