Die Grünflächen auf dem Bezirksamtsgelände verkommen immer mehr

Prenzlauer Berg. Die Außenflächen auf dem Bezirksamtsgelände an der Fröbelstraße waren in den vergangenen Jahren neu gestaltet worden. Doch inzwischen macht sich dort Wildwuchs breit.

Durch die Neugestaltung der Außenanlage sollte das unter Denkmalschutz stehende Ensemble aufgewertet werden, erklärte seinerzeit das Bezirksamt. Ob das inzwischen teilweise meterhoch wuchernde Unkraut auf den Grünflächen zur "Aufwertung des Grundstücks" gehöre, wollte jetzt CDU-Fraktionschef Johannes Kraft in einer Anfrage an das Bezirksamt wissen. "In den vergangenen Jahren wurden durch das ehemalige Amt für Umwelt und Natur Teilbereiche des Bezirksamtsgeländes in mehreren Bauabschnitten unverkennbar aufgewertet", erklärt Bürgermeister Matthias Köhne (SPD). So wurden zum Beispiel in den Eingangsbereichen zur Prenzlauer Allee und Diesterwegstraße viele unebene Betonflächen beseitigt. Stattdessen wurden behindertengerechte Eingänge geschaffen. Aber auch in die Grünanlagen auf dem Gelände wurde investiert. Dass dort inzwischen das Unkraut wuchert, sei der Haushaltssituation im Land und Bezirk geschuldet. Es stehen nur noch eingeschränkt Sach- und Personalmittel zur Verfügung. Andere Dinge wie die Gewährleistung der Verkehrssicherheit auf öffentlichen Spielplätzen oder in Parkanlagen hätten höhere Priorität. Köhne räumt ein, dass es für das Erscheinungsbild des Bezirks vorteilhaft wäre, wenn für die Pflege aller Grünflächen ausreichend Geld vorhanden sei. Aber dem ist leider nicht so. So stehen im Pankower Haushalt eben auch nicht die Mittel in Höhe 5500 Euro zur Verfügung, um die Grünflächen auf dem Bezirksamtsgelände an der Fröbelstraße zu pflegen.Das Überwuchern durch Wildkräuter sei laut Köhne vor allem ein ästhetisches Problem. "Die seinerzeit gepflanzten Rosen werden dadurch nicht im Bestand gefährdet." Laut Köhne gibt es im Bezirk einige Grünanlagen, für die sich Bürger starkmachen. Unter anderem werden Spenden gesammelt oder Pflegeeinsätze von Ehrenamtlichen durchgeführt. "Falls sich Menschen in diesem Sinne auch an dieser Stelle einbringen wollen, bitte ich um entsprechende Hinweise", so Köhne.


Bernd Wähner / BW
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