Eltern fordern Oberstufe an der Wilhelm-von-Humboldt-Gemeinschaftsschule

Prenzlauer Berg. Nach dem Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung (BVV), an der Wilhelm-von-Humboldt-Gemeinschaftsschule eine gymnasiale Oberstufe einzurichten, haben sich die wichtigen Entscheider zu Gesprächen getroffen.

Vertreter des Bezirksamts, der Schulleitung und der Senatsbildungsverwaltung verhandeln derzeit, welche Perspektiven es für die Gemeinschaftsschüler nach Abschluss der zehnten Klasse geben wird. Wie berichtet, braucht die Gemeinschaftsschule endlich eine Entscheidung, wo sie in zwei Schuljahren ihre gymnasiale Oberstufe eröffnet. Pankows Schulstadträtin Lioba Zürn-Kasztantowicz (SPD) erklärte nach der BVV-Entscheidung, dass sie die von den Eltern vorgeschlagenen möglichen Standorte für eine Oberstufe prüfen werde. Auch ein Erweiterungsbau sei eine Option. Des Weiteren werde sie dem Ersuchen der BVV, die räumlichen und organisatorischen Voraussetzungen für eine eigene Oberstufe an der Gemeinschaftsschule ab dem Schuljahr 2016/2017 zu schaffen, nachkommen.

Allerdings ist noch unklar, woher das Geld für die Sanierung entsprechender Räume kommen soll. Außerdem muss die Senatsverwaltung für Bildung einer Oberstufe an der Schule zustimmen. Die Senatsverwaltung favorisiert bisher die Lösung, dass die Oberstufe für die Schüler der Gemeinschaftsschule an einem Oberstufenzentrum eingerichtet wird.

Noch vor den Sommerferien soll eine Entscheidung fallen. Bis dahin haben Schulleitung, Bezirk und Senat Stillschweigen vereinbart. "Wir akzeptieren diese Verabredung, möchten jedoch auch unser Bedauern zum Ausdruck bringen, dass der Schwebezustand weiter anhält. Für unsere Schüler und deren Eltern ist es außerordentlich wichtig, dass wir noch vor den Sommerferien eine verbindliche Zusage erhalten und die jahrelange Ungewissheit endlich beendet wird", betont die Gesamtelternvertreterin Elke Redemann-Paul.

Die Position der Eltern, Schülerinnen und Schüler der Wilhelm-von-Humboldt-Schule ist klar: Sie wünschen sich eine Oberstufe, in der die Lern- und Lehrmethoden der Gemeinschaftsschule fortgeführt werden. Eine Kooperation mit einer anderen Bildungseinrichtung ist für sie nicht akzeptabel.


Bernd Wähner / BW
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