Förderverein betreibt seit zehn Jahren das Platzhaus

Seit zehn Jahren betreibt der Förderverein Helmholtzplatz das Platzhaus. (Foto: BW)

Prenzlauer Berg. Vor zehn Jahren wurde das alte Platzhaus auf dem Helmholtzplatz zum Nachbarschaftshaus. Betrieben wird es vom seinerzeit eigens gegründeten Förderverein Helmholtzplatz.

"Dieser Förderverein ist ein Zusammenschluss von Anwohnern, Initiativen und Projekten aus dem Kiez", erklärt die Vereinsvorsitzende Ilona Sachs. Seit seiner Gründung engagiert sich der Verein für einen attraktiveren Helmholtzplatz, brachte sich unter anderem mit seinen Ideen auch in die Umgestaltung der Grünanlage ein. Als das Bezirksamt seinerzeit einen Nutzer für das Platzhaus suchte, bewarb sich der Förderverein und bekam den Zuschlag für sein Vorhaben, ein Nachbarschaftshaus in dem alten Gemäuer einzurichten. Mittlerweile funktioniert das Platzhaus ohne öffentliche Gelder.Nachbarn kommen mit ihren Ideen auf den Förderverein zu, und dieser bietet dann Zeiten im Platzhaus an. So laufen im Nachbarschaftshaus beispielsweise einige Kurse. Montags von 16 bis 18 Uhr findet beispielsweise der Malclub für Kinder ab zwei Jahre statt. Am Abend hat dann von 19 bis 20 Uhr der Tauschring Helmholtzplatz seine Sprechstunde. Jeden ersten Dienstag im Monat bietet die Polizei von 16 bis 18 Uhr eine Sprechstunde an. Regelmäßig treffen sich auch ein Chor und eine Kiezfunk-Initiative im Haus. Des Weiteren werden Englisch- und Musikunterricht, Musikworkshops und ein Kinderfahrradreparatur-Club angeboten. Selbstverständlich ist das Nachbarschaftshaus auch Treffpunkt für Initiativen, Vereinigungen und Arbeitsgemeinschaften. "Neben diesen Aktivitäten ist das Platzhaus natürlich ein öffentlicher Raum, den auch jeder andere aus dem Kiez nutzen kann", erklärt Ilona Sachs. "Am Wochenende kann es beispielsweise für Familienfeiern oder Kindergeburtstage gemietet werden."

Der Förderverein Helmholtzplatz koordiniert aber nicht nur das Geschehen im Platzhaus, er vermittelt auch immer wieder, wenn es mal Stress zwischen Platznutzern und Anwohnern gibt. Häufig sind es Trinker, von denen sich Anwohner belästigt fühlen. "Alle zwei, drei Jahre, meist wenn neue Leute in die umliegenden Häuser ziehen, gibt es solche Konflikte", so Ilona Sachs. "Wir versuchen dann, gemeinsam mit Bezirksamt und Polizei die Wogen zu glätten."

Damit sich die Nutzer des Helmholtzplatzes und Kiezbewohner, die sich sonst nicht so häufig auf dem Platz aufhalten, näher kommen, organisiert der Förderverein Helmholtzplatz auch immer wieder Kiezfeste. "Wir laden dazu Partner ein. Da gibt es dann zum Beispiel Polizei und Feuerwehr zum Abfassen, Clownerie, Musik und Aktionen für Kinder", sagt Ilona Sachs. Für ihr ehrenamtliches Engagement für den Helmholtzplatz ist die Vereinsvorsitzende im vergangenen Jahr übrigens mit dem Ehrenpreis des Bezirks Pankow ausgezeichnet worden.

Weitere Informationen unter 44 67 47 45 und www.platzhaus-helmholtzplatz.de.

Bernd Wähner / BW
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