Fremder sorgt für Verunsicherung

Prenzlauer Berg. Für Unruhe sorgten vor einigen Tagen Vorfälle auf Schultoiletten in der Grundschule am Falkplatz. Ein fremder Mann soll dort Schüler belästigt haben.

An die Öffentlichkeit kamen die Fälle, nachdem zwei Mädchen auf der Schultoilette belästigt wurden. Dort soll sie ein fremder Mann angesprochen und eines der Mädchen berührt haben. Nach dem Einschreiten des zweiten Mädchens sei der Mann verschwunden. Die Polizei ermittelt inzwischen in drei weiteren Fällen an dieser Schule wegen Nötigung. Der erste Fall, bei dem ein Unbekannter ein Mädchen auf der Schultoilette ansprach, soll sich bereits Mitte Februar ereignet haben. Unabhängig von den Ermittlungen hat das Bezirksamt inzwischen Konsequenzen gezogen. Im Gespräch mit der Berliner Woche erklärt Schulstadträtin Lioba Zürn-Kasztantowicz (SPD), dass man die Vorfälle sehr ernst nehme. Ein Wachschutz sei beauftragt worden, der bis auf Weiteres die Schule sichern soll. "Das kann aber nur eine vorübergehende Lösung sein", sagt die Stadträtin. "Wir überlegen, was wir dauerhaft für mehr Sicherheit tun können." Einen ständigen Einsatz eines Wachschutzes lehnt die Stadträtin ab: "Wir wollen aus der Schule keine Festung machen." Fakt sei, dass es weder in Schulen noch auf dem Schulweg 100-prozentige Sicherheit gebe, so die Stadträtin. Immer wieder kommt es auch im Einzugsbereich von Schulen vor, dass Kinder auf dem Schulweg von Fremden angesprochen werden. Die meisten Schüler verhalten sich glücklicherweise so, wie sie es in den Schulungen mit den Präventionsbeamten der Polizeiabschnitte gelernt haben.


Bernd Wähner / BW
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