Für die Umsetzung der Idee fehlt dem Bezirk schlichtweg das Geld

Prenzlauer Berg. Das Bezirksamt erteilte den Bau eines Sonnenburger Platzes erneut eine Absage.

Entstehen sollte dieser am Ende der Sonnenburger Straße, unmittelbar am S-Bahn-Ring. Diesen Beschluss fasste Bezirksverordnetenversammlung (BVV) vor einem halben Jahr. Die Gestaltung sollte das Bezirksamt mit den Anwohnern abstimmen. Danach sollte eine Entwurfsplanung in Angriff genommen werden. Diese sowie weitere Planungsschritte müssten mit dem Ausschuss für Verkehr und öffentliche Ordnung abgestimmt werden. Die BVV hatte vor, die Planungen bis Ende 2013 so weit voranzutreiben, dass der Platz ab 2014 gebaut werden könnte. Finanziert werden sollte das Ganze aus Mitteln des Programms Stadtumbau Ost.Doch daraus wird nun nichts. Stadtentwicklungsstadtrat Jens-Holger Kirchner (Bündnis 90/Die Grünen) teilte der BVV mit: "Für die Gestaltung des Sonnenburger Platzes wurden Mittel aus dem Programm Stadtumbau Ost beantragt. Straßenbaumaßnahmen werden aus diesem Programm jedoch nicht mehr finanziert." Der Einsatz von Fördermitteln aus anderen Programmen sei nach Aussagen der Sanierungsverwaltungsstelle auch nicht möglich. Weil damit nicht klar ist, wie der Bau des Platzes finanziert werden kann, hat das Bezirksamt die Planungen nicht wieder aufgenommen, berichtet Kirchner. Erst wenn die Maßnahme in die bezirkliche Investitionsplanung aufgenommen wurde, könne weiter daran gearbeitet werden. Aufgrund der derzeitigen Prioritätensetzung beabsichtige das Bezirksamt allerdings nicht, den Bau des Sonnenburger Platzes für die bezirkliche Investitionsplanung anzumelden.

Damit wird die Idee von einem Sonnenburger Platz erneut in der Schublade verschwinden. Bereits 2007 hatte die SPD-Fraktion den Bau des Platzes angeregt. Es gab viele Beschwerden von Fußgängern, die monierten, dass Radfahrer die Sonnenburger Brücke befahren, obwohl dies verboten ist.

Deshalb regten Verordnete an, vor der Brücke einen Platz anzulegen. Dieser sollte so gestaltet sein, dass er nur von Fußgängern zu nutzen ist. Außerdem sollte er den Kiez attraktiver machen. Seinerzeit war der Platz schon einmal mit der Begründung abgelehnt worden, dass der Bezirk kein Geld für die Baumaßnahme hätte.


Bernd Wähner / BW
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