Fußball, Klettern und Kraftsport im Sportjugendklub

Das Team des Sportjugendklubs am Kletterfelsen: Florian Fischer, Hagen Kluge, Norbert Zander, Peter Wissmann und Paul Küchenmeister. (Foto: BW)

Prenzlauer Berg. 20. Geburtstag kann dieser Tage der Sportjugendklub Prenzlauer Berg in der Kollwitzstraße 8 feiern. Vor zwei Jahrzehnten wurde der Klub als erster im Ostteil Berlins vom Verein für Sport- und Jugendsozialarbeit eröffnet.

Dessen Ziel war es, Jugendliche vor allem mit sportlichen Angeboten eine Alternative zum Herumhängen auf Straßen und Plätzen zu geben. Gab es anfangs nur eine Sporthalle und eine Ballspielfläche, so stehen heute viel mehr Angebote zur Verfügung. Seine Muskeln kann man in einem Kraftraum stählen. Für die Ballsportarten gibt es einen ausgebauten Bolzplatz. Und die Attraktion ist der Kletterfelsen auf dem Klubgelände. Aufgebaut wurde er 2002. An ihm werden Jugendliche unter Anleitung an das Klettern herangeführt. Geöffnet ist der Klub, dessen Träger heute die gemeinnützige Gesellschaft für Sport- und Jugendsozialarbeit ist, montags bis freitags von 14 bis 20 Uhr. Wenn Bundesliga-Saison ist, lädt das Klubteam sonnabends von 13 bis 18 Uhr in die "Torfabrik" ein. In dieser Zeit gibt es sportliche Angebote rund ums runde Leder, und es werden natürlich gemeinsam die Bundesliga-Spiele angeschaut.

Aus dem Thema Fußball heraus hat sich inzwischen auch ein weiteres Angebot entwickelt, mit dem sich der Sportjugendklub Prenzlauer Berg inzwischen berlinweit einen Namen machte. Dabei handelt es sich um die Aktion "Fair Friend"s. Seit einigen Jahren organisiert das Team um Klubleiter Peter Wissmann zur Fußball-WM und -EM Fußballbildungsprojekte mit Schulklassen. Diesen Klassen wird Monate vor der Meisterschaft jeweils ein Teilnehmerland zugelost. Dann beschäftigen sich die Schüler einige Wochen intensiv mit diesem Land. Über mehrere Tage spielen die Klassen ihr eigenes EM- oder WM-Turnier.

Dieses Projekt kam so gut an, dass es zur EM 2012 zum ersten Mal mit Klassen aus Pankows polnischer Partnerstadt Kolberg veranstaltet wurde. "Auch 2014, zur Fußballweltmeisterschaft, werden wir wieder das Projekt ,Fair Friends‘ durchführen", sagt Peter Wissmann. Die Vorbereitungen laufen bereits. Insgesamt 32 Schulklassen werden teilnehmen: 16 aus Berlin, acht aus Kolberg und acht aus Stettin.

Des Weiteren bereitet Peter Wissmann gerade einen sportlichen Jugendaustausch mit der Stadt Galiläa in Israel vor. Geplant ist, dass nächstes Jahr eine Gruppe Mädchen und Jungen aus dem Bezirk zu sportlichen Aktionen nach Israel reist. Jugendliche aus Israel werden dann im darauffolgenden Jahr nach Prenzlauer Berg kommen.

Das Team des SportJugendKlubs hat aber noch weitere Vorhaben im Blick. Künftig wird es sich noch mehr dem Thema "Sport und Inklusion" zuwenden. Ab dem neuen Schuljahr werden Mädchen und Jungen mit und ohne körperlicher oder geistiger Beeinträchtigung gemeinsam Fußball spielen. Das Ganze findet montags für Mädchen und freitags für Jungen jeweils von 16.30 bis 18 Uhr statt. Willkommen sind Kinder zwischen neun und 13 Jahren.

Weitere Informationen gibt es unter 442 13 70 sowie auf www.facebook.com/sportjugendclub.prenzlauerberg.

Bernd Wähner / BW
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