Herbstlaube und Gründerzeit-Ausstellung bleiben weiter geöffnet

Prenzlauer Berg. Der Seniorenklub "Herbstlaube" und die Gründerzeit-Ausstellung "Zimmermeister Brunzel baut ein Mietshaus" sind vorerst gerettet.

"Durch die konstruktive Zusammenarbeit aller Beteiligten konnten wir erreichen, dass die Arbeit erst einmal fortgesetzt werden kann", sagt Kulturstadtrat Dr. Torsten Kühne (CDU) auf der jüngsten Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung (BVV). Noch vor einem Monat standen beide Einrichtungen in der Dunckerstraße 77 vor dem Aus. Für die Arbeit der "Herbstlaube", die viele Jahre vom Bezirksamt gefördert wurde, stand im Sozialetat kein Geld mehr zur Verfügung. Der Trägerverein "Miteinander-Füreinander Selbsthilfebegegnungsstätten" schränkte seine Ausgaben daraufhin immens ein und machte nicht mehr benötigte Einrichtungsgegenstände zu Geld. Doch im April war das Ende der Fahnenstange erreicht. Die "Herbstlaube" hätte schließen müssen. Und auch die Ehrenamtlichen, die die Arbeit in der Museumsausstellung absichern, hätten nicht mehr betreut werden können. Die Auflösung der Ausstellung hätte das Bezirksamt bezahlen müssen. Auch deshalb war die Bezirkspolitik nach Bekanntwerden der prekären Situation bemüht, eine Lösung zu finden.

Ein erster Erfolg: Die Wohnungsbaugesellschaft Gewobag erklärte sich bereit, der "Herbstlaube" die gesamte Miete einschließlich der Betriebskosten in Höhe von 6730 Euro für das Jahr 2013 zu erlassen. Als zweiter Retter in der Not fand sich das Bank- und Immobilienconsulting-Unternehmen Ziegert. Dieses stellt bis Ende des Jahres monatlich 800 Euro zur Verfügung. Damit werden ein Teil der Personalkosten sowie die Miete für die Räume der Museumsausstellung finanziert. Weitere circa 7000 Euro stellt das Bezirksamt bis Ende des Jahres bereit. Die noch fehlenden 7000 Euro für 2013 muss der Verein selbst aufbringen. Geschäftsführerin Karin Ehrlich: "Wir werden jetzt einen Förderkreis gründen. Mit Unterstützung von Anwohnern und Nutzern hoffen wir, die fehlende Summe zusammenzubekommen." Ab 2014 soll es dann wieder eine reguläre Förderung aus dem Bezirkshaushalt geben. Einen entsprechenden Beschluss fasste jedenfalls die BVV.


Bernd Wähner / BW
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