In der Knaackstraße eröffnete jetzt ein Malsalon

Idee aus New York mitgebracht: Anne Naundorf, Johanna Möller und Kristin Möller eröffneten an der Knaackstraße den Malsalon. (Foto: BW)

Prenzlauer Berg. Nach einem stressigen Arbeitstag sich beim Malen entspannen, diese neue Freizeitbetätigung ermöglicht jetzt der Malsalon. Eröffnet wurde er vor wenigen Tagen von Kristin Möller, Johanna Möller und Anne Naundorf in der Knaackstraße 80.

"Wir veranstalten hier kein Malen nach Zahlen und auch keinen Malzirkel", stellt Kristin Möller, die hauptberuflich als Lehrerin für Deutsch als Fremdsprache arbeitet, klar. "Bei uns werden Meisterwerke aus allen Epochen unter professioneller Anleitung nachgemalt. Das alles passiert in entspannter Atmosphäre. Alles, was zum Malen benötigt wird, steht im Malsalon zur Verfügung. Was jeder selbst mitbringen muss, sind die Lust am Malen und gute Laune."Anregungen, einen Malsalon in Prenzlauer Berg zu eröffnen, fanden Kristin und Johanna Möller in New York. "Meine Schwägerin Johanna ist Architektin. Sie lebte mit meinem Bruder einige Zeit in Amerika. Als ich beide besuchte, entdeckten wir ähnliche Angebote in New York. Von diesen ließen wir uns inspirieren und entwickelten daraus unsere eigene Idee vom Malsalon", berichtet Kristin Möller. Von dieser Idee war auch die Kuratorin Anne Naundorf begeistert. Seit November vergangenen Jahres spann das Trio die Idee vom Malsalon weiter und begab sich auf Raumsuche. Schließlich mieteten die drei geeignete Räume in der Knaackstraße 80 gegenüber der Kulturbrauerei an.

Mit dem Malsalon setzten die drei jungen Frauen das um, woran sie selbst Spaß haben. Daheim raffen sich viele nur selten dazu auf. Mal sind die Farben eingetrocknet. Oder es fehlt die Idee. Oder man hat daheim gar keinen geeigneten Platz, um entspannt malen zu können. Der Malsalon liefert all das. Dort stehen Leinwand, Pinsel, Farbe und ein Bild als Vorlage zur Verfügung. Außerdem gibt es Hilfe von einem versierten Künstler. Der erläutert Schritt für Schritt, wie das ausgewählte Kunstwerk nachzumalen ist. Nach drei, vier Stunden kann dann jeder sein Bild mit nach Hause nehmen.

Wie das Ganze funktioniert, testeten die drei Initiatorinnen des Malsalons in den vergangenen Wochen. Die dabei entstandenen Kunstwerke schmücken inzwischen eine der Wände des Malsalons. In den nächsten Tagen können nun zum Beispiel das "Porträt von Wally" von Egon Schiele, das "Brandenburger Tor" von Ernst Ludwig Kirchner, "Schokko mit Tellerhut" von Alexej von Jawlenski, "Stillleben mit Früchten" von Paul Cézanne oder "Blumenstauden im Nutzgarten" von Max Liebermann nachgemalt werden.

Für alle notwendigen Materialien sowie die Finanzierung des Instruktoren sind 39 Euro pro Session zu entrichten. Der Malsalon beginnt nach Feierabend um 19 Uhr. An den Wochenenden gibt es um 14 Uhr außerdem Nachmittagstermine. Weitere Infos und Anmeldung unter www.malsalon.de.

Bernd Wähner / BW
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