Kita im Helmholtzkiez mit anspruchsvollem Konzept

Stadträtin Christine Keil (Mitte) freut sich, dass in Prenzlauer Berg wieder eine neue Kita eröffnet hat. (Foto: Sonnenburg)

Prenzlauer Berg. Die Zahl der Kinder im Ortsteil nahm in den vergangenen Jahren rasant zu, deshalb fehlt es inzwischen an Kita-Plätzen.

Für circa 8900 Kinder, die vom Alter her eine Kita besuchen könnten, stehen nur etwa 6160 Kita-Plätze zur Verfügung. Deshalb freut sich der Bezirk über jede Initiative, die zusätzliche Kita-Plätze schafft. Solch eine Initiative ist der freie Träger "Sonnenburg". Er eröffnete kürzlich die Kita "Bazuba Kaminka" in der Dunckerstraße 77. Weil das Thema Kita-Plätze dem Bezirksamt so wichtig ist, konnte das "Sonnenburg"-Team dazu auch Jugendstadträtin Christine Keil (Die Linke) begrüßen.Die Adresse Dunckerstraße 77 wird vor allem Kunstinteressierten ein Begriff sein. Viele Jahre lang lud dort die Galerie "Kuckucksnest" zu Ausstellungen ein. Betrieben wurde sie vom Verein "Miteinander-Füreinander". Aus wirtschaftlichen Gründen musste der Verein die Galerie im vergangenen Jahr schließen. Im Haus betreibt er weiterhin seine Begegnungsstätte "Herbstlaube" sowie das Museum "Zimmermeister Brunzel baut ein Mietshaus".

Weil sich der Verein seit seinem Bestehen Anfang der 90er-Jahre schon immer für generationsübergreifende Projekte interessierte, passte es perfekt, dass man mit dem Kitaträger "Sonnenburg" einen Nachnutzer für die Galerieräume finden konnte. So kann es künftig gemeinsame Projekte mit den Senioren der "Herbstlaube" und den Kita-Kindern geben. Die neue Kita im Herzen von Prenzlauer Berg hat 40 Plätze. "Mit dem anspruchsvollen pädagogischen Konzept wird das Berliner Bildungsprogramm umgesetzt", sagt Sonnenburg-Pressesprecher Stefan Gottwald. "Zwei Schwerpunkte der pädagogischen Arbeit sind die Sprachförderung und die musikalische Früherziehung. Beide werden eng in den Tagesablauf eingebunden."

Kitaleiterin Arne Kabutz: "Als freier, gemeinnütziger Träger beschäftigen wir uns schon seit über zwei Jahren mit der Verbesserung der sozialen Infrastruktur gerade hier in der kinderreichsten Region Berlins. Zunächst war es sehr schwer, geeignete Räume zu finden. Doch dann ging alles sehr schnell, und wir konnten nach nur fünf Monaten Umbauzeit eröffnen." Den Namen für ihre Kita "Bazuba Kaminka" haben sich die Kinder übrigens selbst ausgedacht.

Stadträtin Christine Keil lobt zur Eröffnung: "Ich begrüße die Eigeninitiative des Trägers. In der Eröffnung der Kita sehe ich einen weiteren Schritt in Richtung Verbesserung der Versorgungssituation für berufstätige Eltern im Bezirk." Das Sonnenburg-Team hat sich übrigens schon das nächste Projekt vorgenommen. Es will eine Integrations-Kita in Weißensee eröffnen. In der Kita an der Dunckerstraße gibt es noch einige freie Plätze für Kinder ab dem dritten Lebensjahr. Diese können bei Arne Kabutz unter 50 59 62 84 angemeldet werden.


Bernd Wähner / BW
0
Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden