Mobile Ausstellung informiert über die Filmgeschichte Weißensees

In diesem Bauwagen wird die Ausstellung zur Weißenseer Filmgeschichte präsentiert. (Foto: BW)

Prenzlauer Berg. Auf das Jubiläum "100 Jahre Filmstadt Weißensee" macht das Bezirksamt mit einem Bauwagen aufmerksam. Davon können sich Interessierte ab 21. Oktober in einer mobilen Ausstellung überzeugen.

In Prenzlauer Berg wurde ebenfalls Filmgeschichte geschrieben. 1892 produzierten dort die Brüder Max und Emil Skladanowski die ersten bewegten Bilder. Aber auch im Nachbarortsteil Weißensee wurde Filmgeschichte geschrieben. Keine 20 Jahre nach den ersten Filmversuchen der Skladanowskis wurden bereits richtig aufwendige Kinofilme gedreht. Das ist mutigen Regisseuren und Filmproduzenten zu verdanken. Diese siedelten sich in Weißensee an. Der heutige Pankower Ortsteil lag damals noch vor den Toren Berlins. Weltberühmte Regisseure drehten dort Stummfilme aller Genres. Prunkvolle Abenteuer- und Detektivfilme, soziale Dramen und Liebeskomödien, Horrorfilme und psychoanalytische Filme entstanden in den Studios. Schauspieler wie Mia May, Emil Jannings, Conradt Veidt oder Lil Dargover verliehen den Filmen den Glamour. Auch Marlene Dietrich gab dort ihr filmisches Debüt.

Ihren Anfang nahm die Weißenseer Filmgeschichte in der Liebermannstraße, die seinerzeit noch Franz-Josef-Straße hieß. Dort begann im Oktober 1913 die Vitaskop GmbH unter Leitung von Jules Greanbaum mit der Produktion von Filmen. Von 1913 bis 1928 entstanden in den Weißenseer Ateliers etliche Filme. Als der Tonfilm seinen stummen Vorgänger ablöste, verloschen jedoch die Lichter in den Weißenseer Studios. Ihnen fehlten die Voraussetzungen für Tonfilm-Produktionen.

An die Filmgeschichte erinnert nun eine Bauwagen-Ausstellung mit dem Titel "Hereinspaziert! 100 Jahre Filmstadt Weißensee". Diese ist am Kollwitzplatz vom 21. bis 27. Oktober von 10 bis 17 Uhr zu besichtigen. Vom 28. Oktober bis zum 9. November wird sie werktags auf dem Gelände in der Fröbelstraße 17 zu sehen sein. Geöffnet ist von 12 bis 18 Uhr. Der Eintritt zur Ausstellung ist frei.

Weitere Informationen gibt es unter 0176 23 43 49 39.

Bernd Wähner / BW
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