Neue Ausstellung in der Galerie unter der Treppe eröffnet

Die Künstlerin Anette Stryker in luftiger Höhe mit einem ihrer Bilder unter der Treppe. (Foto: BW)

Prenzlauer Berg. "Woman" heißt die neue Ausstellung in der Galerie unter der Treppe. In dieser wohl ungewöhnlichsten Galerie der Stadt sind Gemälde von Anette Stryker zu sehen. Diese malte ihre 13 Bilder explizit für diese Galerie.

Sie zeigt Frauen aus unterschiedlichen Ländern vor allem bei der Arbeit. Dass man zu diesen Frauen im wahrsten Sinne des Wortes aufschauen muss, ist beabsichtigt. Eine der Initiatorinnen der Galerie ist Barbara Schwarz vom kulturbus.net. Der Verein ist einer der Nutzer des Kulturzentrums in der Danziger Straße 50. Was lange Zeit dem Haus neben den vielen kulturellen Angeboten fehlte, war eine Galerie. Denn die Möglichkeiten in den Veranstaltungsräumen Kunstwerke zu präsentieren, waren sehr beschränkt. Deshalb kamen die Macher des Kulturzentrums auf die Idee, das Treppenhaus zu nutzen. "Das liegt uns sehr am Herzen, weil es ja auch ein Stückweit die erste Visitenkarte des Hauses ist", sagt Barbara Schwarz. So entstand die Idee einer Galerie unter der Treppe. Alle Künstler, die dort ausstellen, hängen ihre Bilder unter den Treppenstufen an dort gespannten Stahlseilen auf.Was zunächst als Experiment begann, ist inzwischen ein Erfolg. Alle zwei Monate beginnt eine neue Ausstellung, und bis zum 10. Dezember überrascht jetzt Anette Stryker die Besucher mit ihren Bildern. Die Künstlerin ist von Hause aus Keramikerin. In ihrem dänischen Heimatort Taastrup hat sie ein eignes Keramikatelier. "Wir lernten uns im Rahmen eines EU-Projektes kennen", berichtet Barbara Schwarz. "In diesem gab Anette einen Workshop. In ihrem Atelier sah ich dann erste Bilder. Ich fragte sie vor einem Jahr, ob sie nicht Lust hätte, in unserer Galerie auszustellen. "

Anette Stryker kam Ende Juni nach Berlin. Sie sah sich die Gegebenheiten an und entschied, dass sie 13 Bilder präsentieren wird. Das Thema war ihr sofort klar "Viele Frauen auf der Welt arbeiten zu viel, weit mehr als Männer. Dazu wollte ich Bilder malen." Die Besucher der Ausstellung schauen nun zu diesen Frauen auf. "Die Ausstellung ist natürlich ein wenig politisch. Ich hoffe, dass meine Bilder etwas zum Nachdenken anregen", erklärt die Künstlerin. "Die Besucher sollen vor allem aber auch Spaß beim Betrachten haben."

Zu besichtigen ist die Ausstellung montags bis freitags von 10 bis 16 Uhr sowie nach Absprache unter 43 20 20 67.

Bernd Wähner / BW
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