Rotation hat eine Hockeyabteilung mit langer Tradition

Andrej Oelze, Trainer Robert Kanold und Joscha Kükenshöner hoffen auf den Aufstieg in die Oberliga. (Foto: BW)

Prenzlauer Berg. Ein bisschen wirken sie wie Exoten in der Ostberliner Sportlandschaft: die Hockeyspieler der SG Rotation Prenzlauer Berg. Hockey war zu DDR-Zeiten ein recht seltener Sport. Deshalb war die 1954 gegründete Hockeyabteilung der SG Rotation Prenzlauer Berg schon etwas Außergewöhnliches.

In den 70er-Jahren spielten die Rotation-Herren in der Verbandsliga, der höchsten Hockey-Liga der DDR. Die Damen schafften es bis in die DDR-Liga. Doch das ist alles sehr lange her. Die Hockeyabteilung von Rotation gibt es heute trotzdem immer noch. Sie ist rundum erneuert, lebendig, frisch - und auch wieder erfolgreich. Heute hat sie 350 Mitglieder, die in 14 Feld- und 32 Hallenmannschaften in allen Altersklassen spielen. Den Winter über trainieren die Mannschaften in Sporthallen. Punktspiele finden in einer gesonderten Hallen-Liga statt. Vor wenigen Tagen begann aber endlich wieder die Saison unter freiem Himmel. Das ist das eigentliche Hockey, das alle Spieler so lieben. Auf dem traditionellen Rasenhockeyplatz an der Ella-Kay-Straße trainieren und spielen heute vor allem die Jugendmannschaften und die alten Herren. Die meisten Punktspiele der Erwachsenen werden indes im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark ausgetragen.

Dort ist die erste Herrenmannschaft von Rotation auch gerade wieder in die Rückrunde gestartet. "Für uns wird das eine besondere Saison", meint Joscha Kükenshöner, der sich um die Pressearbeit kümmert. "Wir stehen nach der Hinrunde auf Platz eins in der ersten Verbandsliga. Unser Ziel ist es, in die Oberliga aufzusteigen."

Allerdings hat das Team von Trainer Robert Kanold dafür bis Mitte Juni Kampfgeist und Nervenstärke zu zeigen. Das Team führt nur knapp. "Da wird jedes der anstehenden sieben Spiele für uns ein Finale", sagt der Trainer. Dass die Rotation-Herren in der ersten Verbandsliga nach der Hinrunde auf Platz eins stehen, ist allerdings schon eine kleine Sensation. Immerhin kämpfte man in der vergangenen Saison noch gegen den Abstieg. "Wir haben in dieser Saison aber zahlreiche neue Spieler bekommen. Mit einem Kader von 25 Leuten sind wir recht gut aufgestellt", erklärt Joscha Kükenshöner.

Ein Grund für diesen Zuwachs: Nördlich des Berliner Zentrums gibt es kaum Hockey-Vereine. Gute Spieler, die neu in die Region ziehen, suchen sich dann natürlich den leistungsstärksten aus, und das ist Rotation Prenzlauer Berg. Damit die ersten Herren auch den Aufstieg schaffen, hoffen sie natürlich auch auf die Unterstützung der Fans. Zu den Heimspielen im Stadion an der Cantianstraße sind Zuschauer wie immer willkommen.

Neben der ersten Herrenmannschaft gibt es noch eine zweite und dritte Herrenmannschaft sowie eine erste Damenmannschaft, die in der Oberliga spielt. Des Weiteren gibt es noch eine Senioren- und eine Alte-Herrenmannschaft sowie die "Schlenzelberger", ein Eltern- und Freizeithockey-Team. Mit circa 200 Mitgliedern ist aber auch der Jugendbereich recht groß.

Weitere Informationen gibt es auf www.rotationhockey.de.

Bernd Wähner / BW
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