Schüler gestalteten Ausstellung im Berliner Dom

Frederike Anders malte für die Ausstellung dieses Porträt von Fredericke von Mecklenburg-Strelitz, die durch Heirat Prinzessin von Preußen wurde. (Foto: BW)

Prenzlauer Berg. "Preußens Frauen" ist der Titel der diesjährigen Ausstellung, die die Geschichtswerkstatt des Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Gymnasiums den Sommer über im Berliner Dom zeigt.

Es ist die 14. Ausstellung, die diese Geschichtswerkstatt für den Berliner Dom gestaltete. Im Mittelpunkt steht immer ein Thema aus der preußischen Geschichte. Während ein Teil der Schüler Fakten recherchiert, setzt sich der andere künstlerisch mit dem Thema auseinander. So gab es in den vergangenen Jahren zum Beispiel die Ausstellungen "Preußens Dichter und Denker" oder "Die Mendelssohns - eine preußische Familie". Die Resonanz auf die bisherigen Ausstellungen war durchweg positiv. "Viele Besucher waren begeistert, wie spannend, ehrfurchtslos und interessant die Jugendlichen die preußische Geschichte niederschrieben und illustrierten", sagt Dr. Elke Röllig, die Leiterin der Geschichtswerkstatt. In diesem Jahr nahmen sich die Schüler des Themas "Preußens Frauen" an. Die Geschichtswerkstatt konnte 30 Schüler des Faches Kunst der zehnten Klasse sowie des Grundkurses Geschichte der elften Klasse begeistern. Die Schüler begannen vor einem halben Jahr, zunächst intensiv das Leben berühmter Frauen, aber auch die generelle Situation von Frauen in Preußen zu recherchieren. Unter anderem beschäftigten sie sich mit Luise von Preußen, der Dichterin Anna Luisa Karsch, der ersten deutschen Ballonfahrerin Wilhelmine Reichard, der Königin Elisabeth Christine sowie Katharina von Bora. Letztere war zwar keine Preußin, hatte aber viel Einfluss auf die Entwicklung des Landes. Des Weiteren entstanden Informationstafeln zu Themen, wie "Bäuerinnen in Preußen", "Preußens Arbeiterinnen" sowie "Das weibliche Gesinde von Preußen". Neben den Informationstafeln finden sich in der Ausstellung Porträts, die Schüler im Kunstunterricht anfertigten. Unter anderem sind auch Bilder von der Bildhauerin Käthe Kollwitz oder von der Ärztin Dorothea Erxleben zu sehen.

Für ihre Ausstellung lernten die Schüler, in Archiven zu recherchieren. Aus einer Fülle von Informationen formulierten sie dann die Ausstellungstexte. "Das Ganze war ein langer spannender Prozess. Ich muss gestehen, dass ich mich noch nie so lange auf etwas vorbereitet habe", sagt Jillis Apelt-Henze aus dem Geschichtskurs. "Für mich war die Arbeit an diesem Projekt eine ganz neue Erfahrung. Ich hätte vorher nicht gedacht, wie aufwendig es ist, die Tafeln für solch eine Ausstellung anzufertigen."

Geöffnet ist die neue Ausstellung hinter der Hohenzollerngruft im Berliner Dom bis 9. September montags bis sonnabends von 9 bis 20 Uhr sowie sonntags von 12 bis 20 Uhr.

Bernd Wähner / BW
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