Schwimmhalle wird bis Ende 2014 saniert

Lioba Zürn-Kasztantowicz gab mit dem Staatssekretär Andreas Statzkowski, dem BBB-Chef Klaus Lipinsky sowie Roy Zeidler und Mico Hus den Startschuss. (Foto: BW)

Prenzlauer Berg. Mit symbolischen Hammerschlägen gaben die Berliner Bäderbetriebe (BBB) den Startschuss für die Sanierung der Schwimmhalle an der Thomas-Mann-Straße.

"Ich freue mich wie Bolle, dass ich hier in der Halle stehen kann und den Beginn der Sanierungsarbeiten mit erlebe", sagt Lioba-Zürn-Kasztantowicz (SPD). Als Stadträtin ist sie unter anderem zuständig für die Ressorts Schule und Sport im Pankower Bezirksamt. In dieser Funktion kämpfte sie in den vergangenen 18 Monaten mit Sportvereinen und Schulen darum, dass diese Halle nicht für immer geschlossen bleibt.Auslöser für diese Befürchtung war die plötzliche Schließung der Schwimmhalle am 4. Juli 2011. Aufgrund zahlreicher Mängel wollten die Fachleute der Berliner Bäder-Betriebe eine Fortführung des Schwimmbetriebes nicht mehr verantworten. Dass eine solche Entscheidung auch das dauerhafte Aus für eine Halle bedeuten kann, erlebte Pankow mit der Schwimmhalle an der Wolfshagener Straße. Die war 2001 wegen baulicher Mängel vorübergehend geschlossen worden. Ein Jahr später war klar, sie wird vom Land nie wieder geöffnet. Heute wird die Immobilie vom Liegenschaftsfonds verwaltet und verfällt allmählich.

Gleich nach der Schließung der Halle an der Thomas-Mann-Straße schlossen sich aber Schwimmvereine und Eltern zu einer Initiative zusammen. Unterstützt vom Bezirksamt machten sie Druck auf die Entscheidungsträger bei den Berliner Bäderbetrieben, im Senat und Abgeordnetenhaus. Das Besondere an dieser Halle ist, dass sie zu den sechs der 37 Berliner Schwimmhallen gehört, die keine öffentlichen Schwimmzeiten anbieten. Sie steht ausschließlich für das Schulschwimmen und nachmittags Schwimmvereinen zur Verfügung. Das führt dazu, dass die Halle täglich von 7 bis 22 Uhr ausgelastet war. Bis zu ihrer Schließung ist die Halle jede Woche von etwa 3000 Schülern genutzt worden. Über 600 Kinder und Erwachsene aus neun Vereinen nutzten die Halle außerdem mehrfach in der Woche für ihr Training. Hinzu kamen Kinder aus Schwimmkursen, die die DLRG anbot.

Im vergangenen Herbst konnten Schwimmsportler und Eltern ein erstes Mal erleichtert aufatmen. Das Abgeordnetenhaus beschloss, den Berliner Bäder-Betrieben zusätzliche Mittel für die Sanierung maroder Schwimmhallen zur Verfügung zu stellen. Die meisten dieser Mittel werden in die bauliche und technische Erneuerung der Schwimmhalle im Mühlenberg-Kiez investiert: stattliche 4,4 Millionen Euro in den kommenden zwei Jahren.

Die Schwimmhalle war im September 1977 eröffnet worden. Seitdem ist weder an der Technik noch an der Ausstattung viel verändert worden. Auch Glasbausteine in der Fassade sind inzwischen geplatzt. Das Dach ist nicht mehr ganz dicht. Fliesen der Schwimmbecken sind beschädigt. Schließlich ist das Bad nicht barrierefrei. Deshalb soll es so umgebaut werden, dass es künftig auch von Behinderten zu nutzen ist. Die nun gestarteten Bauarbeiten sollen bis Ende 2014 dauern. Danach findet ein Probebetrieb statt. Voraussichtlich Anfang 2015 wird die Schwimmhalle wieder eröffnet.


Bernd Wähner / BW
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