"dragondreams" für Engagementpreis nominiert

Stiftungsgründer Thorsten Falkenberg mit dem Maskottchen der Stiftung, einen kleinen Drachen. (Foto: Kahle)

Prenzlauer Berg. Die Berliner Stiftung "dragondreams" (deutsch: Drachenträume) ist zum diesjährigen Deutschen Engagementpreis nominiert worden. Der Vorschlag kam von Justizsenators Thomas Heilmann (CDU).

"Man soll nie zuschauen. Man soll mittun, Zeuge sein und Verantwortung tragen", schrieb einst der französische Schriftsteller Antoine de Saint-Exupéry. Unter diesem Motto hat der Pädagoge Thorsten Falkenberg gemeinsam mit 50 engagierten Bürgern am 25. Oktober 2006 die Stiftung "dragondreams" gegründet. Das Startkapital betrug damals 3000 Euro. "dragondreams", mit Sitz im Interkulturellen Haus Pankow in der Schönfließer Straße 7, ist eine gemeinnützige, noch unselbstständige Stiftung, die treuhänderisch von dem gemeinnützigen Verein Oase Berlin verwaltet wird.

"Wir wollen mit einer vielfältigen Unterstützung von Kinder- und Jugendprojekten in Berlin insbesondere sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen mit Manpower und kleinen Finanzhilfen schnell und unbürokratisch unterstützen", sagt der Stiftungsgründer.

"Dabei verwirklichen wir unsere Ziele und Anliegen auch mit stiftungseigenen Projekten", erläutert Falkenberg. Im eigens geschaffenen "Berliner Spendenparlament" entscheiden die Spender zweimal jährlich über die Vergabe der Spenden an drei bis fünf Projekte. Die Zuwendungen liegen zwischen 250 und 300 Euro. "Parlamentarier" kann jeder werden, der monatlich mindestens fünf bis zehn Euro spendet.

Zweites Projekt der Stiftung ist der Berliner Ausleihpool. Kitas, Schulen und Vereine, die sich der Kinder- und Jugendarbeit widmen, können hier gegen eine geringe Gebühr Spiel-, Sport- und Spaßgeräte, wie Spiele, Hüpfburg oder Kinderfahrzeuge ausleihen. Das dritte Projekt umfasst die Open Air Bibliothek. Unter dem Motto "Lies mal wieder" werden bis zu 1300 gespendete Bücher an öffentlichen Stellen ausgelegt - mit der Maßgabe, diese nach dem Auslesen wieder der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Mit der Stiftung erfüllte sich Thorsten Falkenberg nicht nur einen persönlichen Wunsch, sondern hebt sein bisheriges soziales Engagement auf eine höhere Qualitätsstufe. Falkenberg ist als Lehrer und Erzieher tätig. Er arbeitete viele Jahre lang als Leiter des Integrations- und Bildungsprojektes beim Verein Oase Berlin, der in Berlin eine Beratungs-, Bildungs- und Begegnungsstätte für Migranten unterhält. Zudem ist er seit Jahren in verschiedensten Gremien tätig, die sich um die Unterstützung sozial Schwacher verdient machen.

Der Deutsche Engagementpreis richtet sich an freiwillig engagierte Personen, aber auch an Menschen und Organisationen, die freiwilliges Engagement fördern. Bereits die Nominierung drückt eine Wertschätzung des Engagements aus. Im Oktober findet unter allen Nominierten das Auswahlverfahren statt und eine Jury bestimmt die Preisträger für den Publikumspreis.

Mehr über die Stiftung "Dragondreams" und ihre Projekte erfährt man unter 300 24 40 70 oder auf www.dragondreams.de.

Michael Kahle / m.k.
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