Ein Leben ohne Barrieren: Kompetenzzentrum Inklusion für Pankow gegründet

Im Innenhof des Vereins „Fördern durch Spielmittel“ konnten kürzlich Menschen mit und ohne Handicap feiern. Unter anderem spielte die Trommelgruppe des Vereins SEHstern, und ein Gebärdendolmetscher (rechts) übersetzte, was gesprochen wurde. (Foto: Bernd Wähner)

Prenzlauer Berg. Im Bezirk gibt es jetzt das Kompetenzzentrum Inklusion Pankow (KIP). Aufgebaut wurde es unter Federführung des Vereins „Fördern durch Spielmittel“ in den vergangenen drei Jahren.

Den Abschluss der Projektphase des Aufbaus, die mit Fördermitteln der Aktion Mensch unterstützt wurde, feierten die am KIP beteiligten Vereine und Einrichtungen vor wenigen Tagen im Innenhof der Immanuelkirchstraße 24. Dort hat „Fördern durch Spielmittel“ seinen Sitz.

Inklusion ist seit einigen Jahren in aller Munde. Sinngemäß wird darunter verstanden, dass alle Menschen die Möglichkeit haben, barrierefrei in allen Lebensbereichen aktiv zu werden, egal ob sie ein Handicap haben oder nicht. In den Einrichtungen und Projekten des Vereins „Fördern durch Spielmittel“ wird das bereits seit vielen Jahren gelebt, noch bevor Fachleute dafür das Wort Inklusion verwendeten. Dieser Verein organisiert seit über 25 Jahren internationale Workshops mit Designern, Technikern und Therapeuten.

Diese entwickeln ihre Spielzeuge zunächst für behinderte Kinder. Im Laufe der Jahre entstand die Idee, eine Ludothek, also eine Spielzeugausleihe einzurichten. Diese wird inzwischen von Kindern mit und ohne Handicap äußerst rege genutzt.

Weiterhin engagiert sich der Verein in der Berufsausbildung. In seinem Zweckbetrieb Schneiderei werden Menschen mit und Handicap ausgebildet. Außerdem organisiert der Verein immer wieder Veranstaltungen und Fortbildungen zum Thema Inklusion. Der Verein hat natürlich auch Kontakt zu anderen Einrichtungen und freien Trägern im Bezirk, die sich verstärkt mit dem Thema Inklusion beschäftigen. So entstand die Idee, ein Kompetenzzentrum Inklusion Pankow zu entwickeln. Dessen Ziele sind die Vernetzung von Akteuren im Bezirk und die gemeinsame Entwicklung von Projekten. Dazu gehört unter anderem der Abbau von Barrieren aller Art oder auch die Unterstützung von Einrichtungen und Unternehmen aller Art auf ihrem inklusiven Weg.

Im KIP haben sich inzwischen mehr als 15 Partner vernetzt. Dazu zählen zum Beispiel das Stadtteilzentrum Pankow mit seinem Projekt „Stadtteilzentrum inklusiv“, die gemeinnützige Pfefferwerk GmbH mit ihrem Projekt „Inklusion im Kiez“, der Verein SEHstern, die Jugendfreizeiteinrichtung Pasteurstraße und die gemeinnützige Gesellschaft Einhorn. Unter dem Dach des KIP haben sich die Netzwerke Bildung, Freizeit und Arbeit gebildet. In letzterem engagieren sich unter anderem das Pankower Jugendamt, Oberstufenzentren des Bezirks, die Bundesagentur für Arbeit und die IHK. BW

Mehr über das KIP ist auf www.spielmittel.de/lernen/kompetenzzentrum-inklusion zu erfahren.
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