Im Leihladen "Leila" kann sich jeder Dinge ausborgen

Im Spielebereich des Leihladens: Nikolei Wolfert hatte die Idee für das Projekt. (Foto: BW)

Prenzlauer Berg. Im Souterrain des Nachbarschaftshauses in der Fehrbelliner Straße 92 sieht ein bisschen aus wie im Lager eines Kaufhauses. Dort hat das ungewöhnliche Projekt "Leila" seinen Sitz.

Die Idee für den Leihladen hatten Nikolei Wolfert und Maike Majewski sowie weitere Akteure. Sie beschäftigten sich bereits seit geraumer Zeit mit dem Thema Nachhaltigkeit. Mit "Leila" wollten sie nun einen ganz konkreten Beitrag dazu leisten. Die Idee erklärt Nikolei Wolfert: "Viele Dinge nutzt jeder in seinem Leben nur für eine gewisse Zeit. Danach werden die Geräte oder Gegenstände nicht mehr gebraucht. Sie stehen herum oder landen gar im Müll. Andere wiederum brauchen die Dinge oder Geräte für eine gewisse Zeit. Eine Anschaffung rentiert sich aber nicht. Da wäre es doch schön, wenn man sich das, was man gerade braucht, ausleihen könnte."

Zu derartigen Gegenständen gehören zum Beispiel Werkzeuge wie Bohrmaschinen oder die Gerätschaften für eine Fondue. Weitere Beispiele sind Laminiergeräte oder Verstärkeranlagen für Feiern. Aus diesen Überlegungen heraus entwickelte Nikolei Wolfert die Idee einer "Bibliothek der Dinge". Auch Maike Majewski dachte in eine ähnliche Richtung. Ihr schwebte vor, eine Spiele- und Spielzeugbibliothek aufzubauen. Denn auch Kinder nutzen ihr Spielzeug immer nur eine gewisse Zeit.

Wolfert und Majewski stellten ihre Ideen zunächst unabhängig voneinander im Nachbarschaftshaus Teutoburger Platz vor. Dort kamen die beiden sowie weitere Mitstreiter dann auch zusammen. Gemeinsam entwickelten sie ein Konzept für einen Leihladen. Vor zwei Jahren war Eröffnung. Inzwischen boomt das Projekt. In den beiden Räumen stehen gefüllte Regale. Neben Spielen und Spielzeug finden sich dort Sportgeräte, Fahrräder, Service, Küchengeräte, Werkzeuge und Musikinstrumente.

Alles, was sich in den Regalen befindet, ist dem Leihladen gespendet worden. Ausleihen kann man alles kostenlos. Die meisten Nutzer von "Leila" lassen allerdings eine Spende zurück. Denn die Raummiete haben die Projektinitiatoren zu finanzieren. Übrigens befindet sich im Leihladen noch ein "Umsonst-Bereich". In diesem gibt es jede Menge Kleidung. Die wurde ebenfalls von Nachbarn gespendet und kann von anderen einfach mitgenommen werden. Betreut wird das Ganze von Ehrenamtlichen.

Geöffnet ist montags und dienstags von 15 bis 19 Uhr, mittwochs von 15 bis 18 Uhr sowie freitags von 16 bis 19 Uhr. Weitere Informationen auf www.leila-berlin.de.

Bernd Wähner / BW
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