In Pankow fiel jetzt der Startschuss für das Projekt „Essbarer Bezirk“

Julia, Marco und Elise Gerometta-Vesterlund sind nun Parten für ihren Apfelbaum. (Foto: Bernd Wähner)

Prenzlauer Berg. Mit einer Baumpflanzaktion hat die Initiative „mundraub.org“ den Startschuss für das Vorhaben „Essbarer Bezirk Pankow“ gegeben.

Künftig sollen im öffentlichen Räumen vermehrt Obstbäume und Beerensträucher gepflanzt werden. An den Früchten kann sich dann jeder bedienen, der mag. In anderen Städten laufen solche Projekte bereits erfolgreich. Pankows Bezirksverordnete wollen dies nun auch in Pankow angehen.

Ein Akteur ist dabei die Initiative mundraub.org. In Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Grünflächen des Bezirksamtes suchte sie nach einer geeigneten Pflanzfläche. Als geeignet erwies sich der Anton-Saefkow-Park zwischen Greifswalder und Kniprodestraße. Dort steht auf einer Anhöhe ausreichend Platz zur Verfügung.

Damit neue Obstbäume finanziert, gepflanzt und auch gepflegt werden können, wurde auf der Internetplattform von mundraub.org das Projekt „Nachwuchs“ gestartet. Dort konnten sich Mütter und Väter anmelden, die für ihren Nachwuchs einen Baum pflanzen möchten.

Für die erste Aktion dieser Art in Prenzlauer Berg fanden sich immerhin zwölf Eltern. „So konnten wir zwölf Obstbäume besorgen: Apfel, Birne, Kirsche und Zwetschge, alles alte Obstsorten“, sagt Andie Arndt von der Initiative mundraub.org. Mitarbeiter des zuständigen Grünflächen-Reviers bereiteten indes die Fläche im Anton-Saefkow-Park vor. „Wir haben sowieso vor, diesen Park aufzuwerten“, sagt Wolf Sasse, Gruppenleiter im Fachbereich Grünflächen. „Da passt diese Baumpflanzung wunderbar hierher.“

Mundraub-Gründer Kai Gildhorn sieht solche Pflanzaktionen als Erfüllung des Generationenvertrages. „Eine Generation pflanzt, drei Generationen ernten“, erklärt er. „Das schafft Gemeinschaft. Außerdem sichern solche Obstbäume die Kulturlandschaft des 21. Jahrhunderts.“ Im Bezirk hofft man indes, das diese erste Baumpflanzaktion im Rahmen des Projektes „Essbarer Bezirk Pankow“ als „Blaupause für weitere Baumpflanzaktionen“ dient und noch weitere Obstbäume auf öffentlichen Flächen gepflanzt werden. Über diese soll dann auf www.mundraub.org/nachwuchs informiert werden.

Die Familien, die jetzt die ersten Bäume im Anton-Saefkow-Park pflanzten, werden sich weiter um sie kümmern. Unter anderem werde sie dafür sorgen, dass sie im Sommer ausreichend Wasser bekommen. Darüber hinaus werden sie in einem sozialen Netzwerk eine eigene Baumpatengruppe gründen. BW
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