Nachbarschaft in Wort und Bild: Neue Ausstellung eröffnet im Stadtteilzentrum

Die syrische Künstlerin Manar Shiekh malte live ein Bild für die Ausstellung. (Foto: Bernd Wähner)
Berlin: Stadtteilzentrum Teutoburger Platz |

„Nachbarschaft – wieviel Nähe verträgt die Enge“ heißt eine ungewöhnliche Ausstellung, die bis zum 15. Dezember im Stadtteilzentrum am Teutoburger Platz zu sehen ist.

In der Galerie F92, Fehrbelliner Straße 92, sind diesmal nicht nur Kunstwerke von Künstlern, sondern von Nachbarn aller Generationen zu besichtigen. In den vergangenen Wochen hatte das Team des Stadtteilzentrums Kiezbewohner dazu aufgerufen, ihre Kunstwerke zum Thema Nachbarschaft einzureichen. Immerhin 30 Nachbarn folgten bisher diesem Aufruf. Sie reichten insgesamt 80 Kunstwerke ein. Gemälde, Karikaturen, Fotografien, Skulpturen, Collagen, eine Gedichtinstallation, Kinderzeichnungen – die Bandbreite ist enorm. Die jüngste Teilnehmerin ist übrigens erst neun Jahre alt.

Die Themen sind ebenfalls sehr unterschiedlich. Sie reichen vom Kiez als Insel im Großstadtmeer bis zur Karikatur über die Gedankenlosigkeit mancher Nachbarn. Dass solch eine Ausstellung zum Thema Nachbarschaft vom Stadtteilzentrum initiiert wurde, habe mehrere Gründe, meint Susanne Besch, die den Kunstwettbewerb koordinierte. In der Nachbarschaft befindet sich eine Flüchtlingsunterkunft. Ein Unterstützerkreis engagiert sich für sie. Und aus diesem kam der Vorschlag, dass alte und neue Nachbarn mal etwas gemeinsam machen müssten.

Außerdem reflektiere das Team des Stadtteilzentrums ständig seine Arbeit und befrage auch Nutzer des Hauses. Auch die Ergebnisse dieser Befragungen inspirierten die Organisatoren dazu, sich noch mehr auf das Thema Nachbarschaft zu fokussieren. So wurde im November nicht nur die Ausstellung eröffnet. Gemeinsam mit alten und neuen Nachbarn wurde auch ein Workshop „Zusammen Arbeiten“ zum Thema Integration organisiert.

Die Kunstausstellung ist eine lebendige Aktion. „Nachbarn können die Ausstellung um weitere Bilder ergänzen“, sagt Susanne Besch. So malte die Syrerin Manar Shiekh zum Beispiel zur Ausstellungseröffnung live noch ein Bild für die Ausstellung. Außerdem werden zur Finissage Preise für die besten Kunstwerke in unterschiedlichen Kategorien vergeben. Jeder Ausstellungsbesucher kann mit entscheiden.

Die neue Ausstellung kann donnerstags und freitags von 10 bis 19 Uhr sowie nach Absprache unter 443 71 78 sowie über den E-Mail-Kontakt stadtteilzentrum@pfefferwerk.de besichtigt werden. Die Finissage und die Preisverleihung finden am 15. Dezember ab 17 Uhr statt.
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