Schüler sammelten über 6500 Euro für Kinderkrebsstation

Das Klinik-Team um Prof. Dr. Angelika Eggert (mit Schal) kann sich über eine tolle Spende freuen. Stefanie Bönicke überreichte den Scheck. (Foto: BW)

Prenzlauer Berg. Mit einer großen Spende überraschten Schüler der Tesla-Gemeinschaftsschule die Mitarbeiter und Patienten der Klinik für Pädiatrie im Virchow-Klinikum. Begleitet von ihrem Lehrer Frank Richter überreichten Kevin Schwarzer, Marvin Gerecke, Steve Pfeuffer und Stefanie Bönicke der Direktorin Prof. Dr. Angelika Eggert einen Spendenscheck über stattliche 6534,68 Euro.

Auf der Station 30 dieser Klinik, der die Spende zugute kommen soll, werden Kinder mit Krebserkrankungen behandelt. Das Geld kam bei einem Spendenlauf der Schule zusammen. Am Spendenlauf nahmen nicht nur Schüler der Gemeinschaftsschule, sondern auch zwei Klassen aus dem benachbarten Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Gymnasium teil. Auf die Idee, einen Spendenlauf für die Kinderkrebsstation zu organisieren, kamen die Zehntklässer Kevin Schwarzer und Marvin Gericke. "An unserer Schule gibt es jedes Jahr einen Spendenlauf. In der Regel werden die Spenden für Reparaturen oder Anschaffungen in der Schule verwendet. Dieses Mal wollten wir aber für die Krebsstation laufen", sagt Marvin.

Der Anlass war der Tod eines Mitschülers. Valentin Grüschow verlor im September 2013 den Kampf gegen den Krebs. Der Tumor befand sich so ungünstig an einem Halswirbel, dass die Ärzte nicht mehr helfen konnten. Valentin war sehr beliebt, und die Schüler überlegten, wie sie an Valentin erinnern und gleichzeitig anderen krebskranken Kindern helfen könnten.

Alle Klassen machten bei der Vorbereitung und Durchführung des Spendenlaufs mit. Die einen sorgten für die Beköstigung. Andere organisierten sportliche Wettbewerbe rund um den Lauf. Bei der Vorbereitung und Durchführung legte sich dann Klassensprecherin Stefanie Bönicke besonders ins Zeug und sorgte mit für einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltung.

Die meisten Runden beim Spendenlauf absolvierte Steve Pfeuffer. Sagenhafte 46 Stadionrunden hielt er durch. Dem Engagement der vier Zehntklässer, aber auch aller anderen Schüler ist die vierstellige Spendensumme zu verdanken. Dieses Geld soll vor allem in Spiele und Freizeitaktivitäten für die kleinen Patienten investiert werden.

Klinikdirektorin Angelika Eggert wusste zwar, dass die Schüler und ihr Lehrer eine Spende überreichen wollen, aber von der Höhe der Spende war sie dann doch überrascht. "Mit so viel Geld haben wir wirklich nicht gerechnet. Ich möchte mich im Namen unserer Klinik bei allen Schülern und ihren Sponsoren herzlich bedanken", sagte sie gerührt. Die Schüler konnten indes bei einem Rundgang mehr über die Klinik erfahren. Auf der Kinderkrebsstation stehen Zimmer für 19 Patienten zur Verfügung. Für sie gibt es außerdem ein Spielzimmer. Eine Erzieherin entwickelt mit den jungen Patienten außerdem Ideen für eine kreative Freizeitangebote.

Für die meisten jungen Patienten der Klinik sind die Heilungschancen inzwischen sehr gut. Etwa 80 Prozent schaffen es, nach aufwendiger Therapie wieder völlig zu genesen. Es gibt aber auch immer wieder Fälle, in denen auch die Ärzte mit ihrer Kunst am Ende sind. "Aber wir arbeiten stetig an neuen Therapien", so Eggert.


Bernd Wähner / BW
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