Stiftung Pfefferwerk feiert ihren 15. Geburtstag

Zu den Festrednern zum 15. Geburtstag der Stiftung Pfefferwerk gehörte auch Wolfgang Thierse. (Foto: BW)

Prenzlauer Berg. Der Pfefferberg ist inzwischen wieder ein viel besuchter Ort. Noch vor 25 Jahren sah das ganz anders aus. Viele Gebäude waren marode und baufällig. Überall bröckelte der Putz von den Hausfassaden.

Aber 1990 begann der Verein Pfefferwerk, sich um die Entwicklung des Geländes zu kümmern. Aus ihm heraus gründete sich die gemeinnützige Pfefferwerk-Gesellschaft. Zunächst zogen vor allem sozio-kulturelle Projekte in die alten Brauerei-Gebäude ein. Bereits Mitte der 90er-Jahre legte die Pfefferwerk-Gesellschaft ein Sanierungskonzept für das komplette Brauerei-Areal vor. Doch lange konnten sich die damaligen Eigentümer, der Bund und das Land Berlin, nicht über die Zukunft einigen. Erst 1997 wurde das Areal ausgeschrieben. Die Pfefferwerker setzten sich gegen sechs Mitbewerber durch. Insgesamt acht Millionen D-Mark kostete der Kauf des Geländes. Vier Millionen Mark steuerte der Senat bei. Den Rest finanzierte die Pfefferwerk-Gesellschaft.

Als neuer Eigentümer wurde 1999 die Stiftung Pfefferwerk gegründet. Diese sorgte dafür, dass das 13 504 Quadratmeter große Areal zwischen Schönhauser Allee und Christinenstraße in den vergangenen Jahren aufwendig und vor allem denkmalgerecht saniert werden konnte. "Der Pfefferberg ist nun ein lebendiger Ort der Präsentation und Produktion von Kunst und Kultur, des Lernens, Lehrens und Forschens, kulinarischer Genüsse und preiswerter Übernachtungsmöglichkeiten", erklärt Margitta Haertel. Sie ist Vorstand der Stiftung Pfefferwerk, die vor wenigen Tagen den 15. Geburtstag der Stiftung feiern konnte. Der Pfefferberg ist mit seinen Gaststätten, dem Theater Woesnerei, dem Hostel, mehreren Galerien und dem großen Biergarten ein beliebter Treffpunkt geworden. Aber kaum jemand weiß, dass eine Stiftung Eigentümerin des Geländes ist.

Mit den Pachteinnahmen aus der Immobilie unterstützt die Stiftung Pfefferwerk jedes Jahr Projekte gemeinnütziger Träger in ganz Berlin. "Schwerpunktmäßig setzt die Stiftung ihre Ressourcen dafür ein, dass neue Arbeitsplätze entstehen oder die Chancen Benachteiligter auf einen Einstieg in das Erwerbsleben verbessert werden", betont Margitta Haertel. "Im zurückliegenden Jahr 2014 flossen insgesamt mehr als 200 000 Euro an 57 Projekte." Etwa jedes vierte geförderte Projekt kommt aus Pankow.

Eine Förderung erhielten auch acht Gewinner des Wettbewerbs "Mit deiner Idee geht mehr!". Daran hatten sich im vergangenen Frühjahr Jugendliche mit kreativen Ideen zur Verschönerung ihrer Schulen und Klubs beteiligt. Von der Stiftung Pfefferwerk erhielten sie Mittel zur Umsetzung ihrer Ideen.

Weitere Informationen zur Stiftung Pfefferwerk gibt es auf www.stpw.org.

Bernd Wähner / BW
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