Vor 25 Jahren wurde der Umweltverband Grüne Liga gegründet

Die Pressesprecherin der Grünen Liga, Anke Ortmann, und Geschäftsführerin Karen Thormeyer präsentieren die neueste Publikation des Umweltverbandes. (Foto: BW)

Prenzlauer Berg. "Der Garten von nebenan" heißt eine neue Broschüre, die die Grüne Liga Berlin herausgibt. Dabei handelt es sich um einen Leitfaden zur Begrünung von Flächen im öffentlichen Raum. Das können unter anderem Baumscheiben, Nachbarschaftsgärten, Brachflächen und anderes mehr sein.

In der Broschüre gibt es unter anderem Hinweise zu rechtlichen Rahmenbedingungen, zur Planung von Begrünungsaktionen und zu geeigneten Pflanzen sowie zu Ansprechpartnern, von denen man Tipps für Begrünungsprojekte im öffentlichen Raum erhält.

Diese Broschüre kann man über das Büro der Grünen Liga an der Prenzlauer Allee 8 beziehen. Mit der Publikation macht die Umweltschutzorganisation den Berliner gleichzeitig ein kleines Geburtstagsgeschenk: In diesem Jahr feiert sie ihr 25-jähriges Bestehen. Entstanden ist der heutige Bundesverband der Grünen Liga in der Wende-Euphorie. Es gab seinerzeit zwei Strömungen in der Umweltbewegung der DDR. Die einen wollten eine grüne Partei gründen, die anderen einen unabhängigen Zusammenschluss der Umweltinitiativen. Letztere gründeten die Grüne Liga.

Deshalb ist die Grüne Liga auch heute noch kein Mitgliedsverband im üblichen Sinne, sondern ein Dachverband. In diesem sind Gruppen, Vereine und Institutionen, aber auch Einzelmitglieder organisiert. In Berlin engagiert sich die Grüne Liga seit 25 Jahren in unterschiedlichen Projekten und Initiativen. Eine erste große Aktion war zum Beispiel der Kampf gegen eine Müllverbrennungsanlage, die in Pankow gebaut werden sollte. Gemeinsam mit Bürgerinitiativen aus Buchholz, Blankenfelde und Buch gelang es, den Bau der Anlage zu verhindern. Eine der letzten großen Aktionen war die Unterstützung des Berliner Wassertischs zur Offenlegung der Wasserverträge.

Die größte Veranstaltung, die die Grüne Liga Berlin organisiert, ist jedes Jahr das Umweltfestival. "Das erste fand 1995 im Rahmen des Klimaforums statt", berichtet Karen Thormeyer, die Geschäftsführerin des Umweltverbandes. "Wir hatten damals 20 Stände am Brandenburger Tor. Inzwischen haben wir jedes Jahr zwischen 220 und 250 Stände und Tausende Besucher. Es ein Festival ohne Kommerz und vor allem für Verbraucher gedacht." In diesem Jahr findet das nunmehr 20. Umweltfestival am 14. Juni von 11 bis 19 Uhr statt.

Besonders aktiv ist die Grüne Liga Berlin in Prenzlauer Berg - dem Ortsteil, in dem sie ihre Geschäftsstelle hat. Hier betreibt sie seit vielen Jahren den Ökomarkt auf dem Kollwitzplatz, und sie betreut einen grünen Musterhof an der Prenzlauer Allee 230. Dort können sich Mieter und Hausbesitzer informieren, wie man einen Berliner Innenhof ökologisch umgestalten kann. Außerdem engagiert sie sich beim 100-Höfe-Programm des Bezirksamtes.

In Prenzlauer Berg ist der Umweltverband auch dabei, ein neues Projekt zu initiieren. Auf einer rund 2000 Quadratmeter großen, nicht mehr benötigten Fläche des Friedhofs Georgen Parochial I entwickelt der Umweltverband einen grünen Lernort. "Wir möchten hier nach und nach ein Freilandlabor entstehen lassen", berichtet Karen Thormeyer. "Wir werden aber auch Lesungen und Performances auf dieser Fläche veranstalten."

Ein weiterer Höhepunkt in diesem Jahr: Im März wird der neue, inzwischen 20. Umweltwettbewerb in Kooperation mit dem Senat veranstaltet. Thema diesmal: "Urbane Paradise - unsere grünen Stadträume". In diesem Wettbewerb möchte die Grüne Liga Anwohner motivieren, aus Stadtbrachen Grünflächen zu machen. Denn Wettbewerbsstartschuss soll es im Frühjahr unter dem Motto "Ein Garten für die Choriner" an der Choriner Straße geben.

Weitere Informationen zur Grünen Liga Berlin, zu Veranstaltungen, Aktionen und Publikationen gibt es unter 443 39 10 sowie auf www.grueneliga-berlin.de.

Bernd Wähner / BW
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