Pfeffersport ist heute einer der größten Sportvereine in der Hauptstadt

Einmal im Jahr veranstaltet Pfeffersport das Pankow-Festival vor der Max-Schmeling-Halle. In diesem Jahr konnte dort unter anderem Steetball und Volleyball gespielt und geklettert werden. (Foto: Pfeffersport/Björn Borg)
 
Sie freuen sich über das Vereins-Jubiläum: Pfeffersportler stellten sich für dieses Foto zu einer 25 zusammen. (Foto: Pfeffersport/Björn Borg)

Prenzlauer Berg. Er wurde vor 25 Jahren eigentlich als kleiner Volleyball-Club gegründet. Aber im Laufe der Jahre kamen immer mehr Sportarten hinzu. Heute ist der SV Pfefferwerk, den alle nur noch „Pfeffersport“ nennen, einer der größten Kinder- und Inklusionssportvereine in Berlin.

Seine Geschichte begann am 6. September 1990 gegen 23 Uhr in der Traditionskneipe „Metzer Eck“. Sechs Männer und zwei Frauen fassten den Entschluss, den "Prenzlberger Volleyballclub" (PVC) zu gründen. Es gab seinerzeit viel zu wenig Sportangebote für Kinder und Jugendliche. Mit dem Ballsport wollte man etwas gegen dieses Defizit tun.

Populäre Sportarten

„Es dauerte noch bis 1994, ehe es für den Verein vom Sportamt eine Hallenzeit für die Sporthalle an der Templiner Straße gab“, so Marc Schmid von Pfeffersport. Dort wurde dann nicht nur Volleyball, sondern auch Basketball und Streetball gespielt. Beide Sportarten wurden seinerzeit immer populärer. Bis zu 80 Jungen und Mädchen erreichte der junge Verein in seinen Anfangsjahren. Vor allem der ehemalige Nationalspieler Vladimir Vnukov engagierte sich für den Ausbau des Basketball- und Streetball-Angebots. Aufgrund des starken Zuwachses gründeten die Basketballer dann 1994 die erste Sektion des Vereins.

Weil sich der Verein nicht mehr nur auf Volleyball konzentrierte und er seinerzeit mit dem damaligen soziokulturellen Verein Pfefferwerk eng verbandelt war, benannte er sich 1996 in SV Pfefferwerk um. „Ende der 90er-Jahre hatte der Verein 213 Mitglieder in 18 Sportgruppen“, so Marc Schmidt. Mit Beginn des Jahrtausends gab es dann einen kontinuierlichen Mitgliederzuwachs. Der Verein begann Sportangebote für Menschen mit Behinderung zu machen. Daraus wurde die Bewegung Integrale, die heute eine eigenständige Abteilung ist. Mit 1250 Mitgliedern ist sie inzwischen sogar die größte Sektion des Vereins.

In Prenzlauer Berg und Kreuzberg zu Hause

Außerdem fanden Sportgruppen, die auf der Suche nach einem Verein waren, unter dem Dach von Pfeffersport ein Zuhause. So gibt es inzwischen Parkour-, Tamburello-, Kletter- und Rollstuhlbasketballgruppen. Schließlich konnte der Verein auch wachsen, weil er immer mehr Sporthallen- und Sportplatzzeiten zugesprochen bekam. Heute bietet der Verein sein Training an 36 Standorten vor allem in Prenzlauer Berg und in Kreuzberg an.

Marc Schmid: „Inzwischen haben wir über 4600 Mitglieder im Verein, die in 300 Sportgruppen aktiv sind. In den Sportgruppen gibt es insgesamt 50 Bewegungsangebote.“ Pfeffersport sieht sich in dieser Hinsicht als Breitensportverein. Sein Motto lautet "Vielfalt ist ein Gewinn für alle!". Es gibt allerdings auch einige leistungsorientierte Gruppen. Zu diesen zählen zum Beispiel die Rollstuhlbasketballer, die in der Regionalliga spielen, und die Basketballdamen, die in der Oberliga antreten.

Erste Berliner Inklusionssporthalle

Nächstes Ziel des Vereins ist es, in absehbarerer Zeit im Bezirk Pankow die erste Berliner Inklusionssporthalle zu eröffnen. Solch eine Halle gibt es bereits in Hamburg. „Dieses Vorhaben stellen wir bereits in unterschiedlichen Gremien vor“, so Marc Schmid. BW

Weitere Informationen zum Verein gibt es im Internet auf www.pfeffersport.de.
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