Senatsverwaltung prüft in einer Machbarkeitsstudie den Sanierungsaufwand

Prenzlauer Berg. Die Senatsinnenverwaltung ist bestrebt, den Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark zu sanieren. Darüber informierte Berlins Sport-Staatssekretär Andreas Statzkowski (CDU) bei einem Sportfachgespräch.

Organisiert wurde dieses vom CDU-Kreisverband Pankow. "Der Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark ist über viele Jahre stark vernachlässigt worden", sagt Statzkowski. "In den zurückliegenden Jahren gab es immer nur kleinere Baumaßnahme. Das einzige größere Projekt war der Bau des Funktionsgebäudes, das 2012 eröffnete." Der Rest der Sportanlage sei marode, schätzt der Staatssekretär ein. "Viele Gebäude sind abgängig. Das Stadion ist stark sanierungsbedürftig. Wir müssen hier wirklich etwas tun." Deshalb führten Statzkowski und seine Mitarbeiter in der Vergangenheit auch immer wieder mit den Vereinen Gespräche.

Davon ausgehend wurden Ideen für den Sportpark entwickelt. Das Stadion soll künftig schwerpunktmäßig von vier Sportarten genutzt werden. "Hier wird es Fußball, American Football, Leichtathletik-Wettkämpfe und Behindertensport-Wettkämpfe geben", so der Staatssekretär. An Bauarbeiten im Sportpark vorgesehen ist, auf einer bislang ungenutzten Fläche einen neuen Kunstrasenplatz anzulegen. Das alte Funktionsgebäude soll abgerissen und durch eine neue kleine Sporthalle ersetzt werden. Und natürlich soll das Stadion grundlegend saniert werden. Statzkowski: "Unser Ziel ist es, die gesamte Sportanlage beispielhaft für Deutschland komplett behindertengerecht auszubauen."

Für alle anstehenden Arbeiten sind - ersten Schätzungen zufolge - etwa 35 Millionen Euro nötig. Was sich von den Ideen umsetzen lässt, soll in einer Machbarkeitsstudie geprüft werden, die bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung in Auftrag gegeben wurde. Wenn diese vorliegt und die Baukosten genauer ermittelt worden sind, könnten die nötigen Investitionsmittel beantragt werden. Statzkowski geht davon aus, dass das wohl nicht vor 2016 sein wird. "Wir haben das Thema Sanierung zwar angeschoben, aber es muss dann auch noch politisch durchgesetzt werden. Das heißt, wir müssen bei den Haushaltsberatungen eine Mehrheit für diese Investition finden", erläutert der Staatssekretär.


Bernd Wähner / BW
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