Bessere barrierefreie Zugänge werden geprüft

Über diese Brücke über die Greifswalder Straße könnte das Neubaugebiet erschlossen werden. (Foto: BW)

Prenzlauer Berg. Das Wohngebiet, das auf der Fläche des früheren Güterbahnhofs Greifswalder Straße entstehen wird, soll möglichst barrierefrei an den S-Bahnhof Greifswalder Straße angeschlossen werden.

Darüber informiert Verkehrsstaatssekretär Christian Gaebler (SPD) nach einer entsprechenden Anfrage des Abgeordneten Stefan Gelbhaar (Bündnis 90/Die Grünen). Der Abgeordnete wollte vom Senat wissen, wie behindertengerecht die Zugänge zur Straßenbahnhaltestelle und zum S-Bahnhof Greifswalder Straße sind und wie das neue Quartier zwischen Ernst-Thälmann-Park und S-Bahnstrecke erschlossen werden soll.

Nach Abschluss der Bauarbeiten der Berliner Wasserbetriebe an der Kreuzung Greifswalder und Storkower Straße entsprächen die Zugangsmöglichkeiten zur Straßenbahnhaltestelle der Linie M4 allen Anforderungen der Barrierefreiheit, schätzt Staatssekretär Gaebler ein. Die Bordsteinkanten an den Übergängen seien auf drei Zentimeter abgesenkt, sodass Rollstuhlfahrer die Straße überqueren können. Weiter dürfen die Bordsteine allerdings nicht abgesenkt werden, weil sie blinden Menschen als Leitlinie an der Fahrbahn dienen. Für sie wurden außerdem sogenannte taktile Richtungsfelder zur Orientierung am Fahrbahnrand eingebaut.

Auch der S-Bahnhof sei barrierefrei zu erreichen. In der Bahnhofshalle befinde sich ein Aufzug zum Bahnsteig, so Gaebler. Derzeit untersuche die BVG im Auftrage des Senats aber, wie die Umsteigesituation zwischen Straßenbahn und S-Bahn noch optimaler gestaltet werden könnte. Ob diese zum Ergebnis kommt, dass noch ein weiterer barrierefreier Zugang zum S-Bahnhof angelegt werden sollte, stehe allerdings noch nicht fest, so Gaebler weiter.

Allerdings spielt bei allen Überlegungen der geplante Wohnungsneubau auf dem ehemaligen Güterbahnhofsgelände eine große Rolle. Laut Gaebler plant das Bezirksamt Pankow für 2015 die Aufstellung eines Bebauungsplanes für diese Fläche. Mit dem Investor soll außerdem ein städtebaulicher Vertrag abgeschlossen werden. Darin kann auch die Erschließung des Gebietes geregelt werden.

Der Senat geht davon aus, dass es eine Rad- und Fußwegverbindung von diesem Gebiet parallel zu den S-Bahngleisen sowie zum Bahnhof geben wird. Diese wird den Thälmannpark und Anton-Saefkow-Park verbinden. "Hierfür ist eine Inanspruchnahme der bestehenden Straßenbrücke über die Greifswalder Straße geplant", erklärt Gaebler. "Die Diskussion der Erreichbarkeit des S-Bahnhofs über die bestehende Straßenbrücke und die genaue Ausgestaltung des städtebaulichen Vertrages bleibt dem weiteren Verfahren vorbehalten", so der Staatssekretär.


Bernd Wähner / BW
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