BVG will einen neuen Übergang am S-Bahnhof Greifswalder Straße in Angriff nehmen

Blick vom S-Bahnsteig auf die Straßenbahnhaltestelle. Künftig soll das Umsteigen etwas komfortabler werden. (Foto: Bernd Wähner)
Berlin: S-Bahnhof Greifswalder Straße |

Am Bahnhof Greifswalder Straße soll sich Umsteigesituation zwischen S-Bahn und Tram verbessern.

Entsprechende Pläne verfolge die Senatsverwaltung für Verkehr, sagt Tino Schopf (SPD). Der Bahnhof befindet sich in seinem Wahlkreis, und als Verkehrspolitiker im Abgeordnetenhaus ist Schopf an einer Verbesserung der Situation besonders interessiert. Denn der S-Bahnhof Greifswalder Straße gehört zu den viel frequentierten Umsteigebahnhöfen in der Stadt.

Täglich sind dort etwa 55 000 Menschen unterwegs, etwa 32 000 steigen von der S-Bahn in die Straßenbahn um. Als Verbindung zwischen beiden Verkehrsmitteln stehen ihnen derzeit ein sanierungsbedürftiger Tunnel und ein Übergang an der Ecke Greifswalder und Storkower Straße zur Verfügung. Vor allem für Menschen mit Handicap sind beide Verbindungen nicht gerade attraktiv.

Gebaut wurde die Unterführung 1986. Heutzutage ist sie aber immer wieder verschmutzt, bei starkem Regen sammelt sich Wasser im Tunnel. Eigentlich müsste der Fußgängertunnel instand gesetzt werden. Doch Senat und BVG sind von dem Tunnel ebenso wenig begeistert wie viele Fahrgäste. Deshalb wird seit geraumer Zeit nach neuen Lösungen gesucht. Der Senat habe inzwischen bei der BVG eine Variantenuntersuchung zur Verbesserung der Gesamtsituation veranlasst, sagt Schopf. Eine Lösung wäre ein direkter Zugang vom S-Bahnsteig zur Straßenbahnhaltestelle. „Diese Variante wurde auch mit der S-Bahn geprüft“, so Schopf bei einem gemeinsamen Vor-Ort-Termin mit der Abgeordneten Clara West (SPD). „Leider musste diese Variante aus technischen Gründen verworfen werden.“

Ohne die gesamte Bahnbrücke anzufassen, wäre die Treppe nicht breit genug. Eine Veränderung der Brücke hätte Auswirkungen auf die Gleise des Güter- und Fernverkehrs, wäre mit erheblichem finanziellem Aufwand verbunden und nach Meinung von Fachleuten völlig unwirtschaftlich.

Deshalb hat die BVG eine andere Variante ins Auge gefasst. Die Straßenbahnhaltestelle soll etwas weiter unter die S-Bahnbrücke verlegt werden. Vom S-Bahnausgang soll dann ein ebenerdiger Überweg über die Greifswalder Straße direkt zur Straßenbahnhaltestelle neu gebaut werden. So könnten Fahrgäste dann direkt von der Straßenbahn in den S-Bahnhof gelangen, ohne den Tunnel nutzen zu müssen. Der Tunnel soll dann geschlossen werden. Ob er verfüllt oder anderweitig genutzt werde, stehe noch nicht fest, so Schopf. Derzeit wird an der Entwurfsplanung für den neuen Überweg zwischen Bahnhof und Haltestelle gearbeitet. Wann das Vorhaben umgesetzt wird, steht allerdings noch nicht fest. „Ich hoffe, dass das noch in dieser Legislaturperiode geschieht“, so Schopf.

Eine Präsentation der BVG findet sich auf http://asurl.de/13m4.
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