Der Weg zwischen der Haltestelle Arnswalder Platz und der Fußgängerfurt ist endlich fertig

Anwohner Carsten Meyer (Mitte) stößt mit Anwohnern darauf an, dass der Weg endlich angelegt wurde. (Foto: Bernd Wähner)

Prenzlauer Berg. Langer Atem zahlt sich aus. Dieses Resümee kann Carsten Meyer ziehen. Die Befestigung eines etwa zehn Meter langen Weges, um die er sich seit sechs Jahren bemühte, ist endlich fertiggestellt.

Dieses Stück Weg befindet sich auf dem Mittelstreifen der Danziger Straße, und zwar an der Haltestelle Arnswalder Platz in Richtung Wedding. Für Fahrgäste, die in die Hans-Otto-Straße wollen, gibt es zwar eine Furt über die Gleise. Aber der Weg dorthin war lange Zeit versperrt und unbefestigt. Am Ende der Haltestellenplattform stand eine Absperrung. So mussten Fahrgäste, wenn sie Richtung Hans-Otto-Straße wollten, erst einmal auf die Gleise hüpfen. Hinter der Absperrung gab es nur einen Trampelpfad. Der hatte sich, weil von vielen benutzt, inzwischen stark abgesenkt.

Anwohner Carsten Meyer schlug in der Einwohnerfragestunde der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) im Mai 2010 vor, die Absperrung zu entfernen und den Weg zur Fußgängerfurt auszubauen. Stadtentwicklungsstadtrat Jens-Holger Kirchner (Bündnis 90/Die Grünen) nahm sich des Themas an. Die Idee an sich fand auch in der Verwaltung rasch Anklang, aber die Umsetzung dauerte ihre Zeit.

Carsten Meyer blieb trotzdem dran. Er hakte immer wieder nach. Weil er in den E-Mail-Verteiler zu diesem Verwaltungsvorgang aufgenommen wurde, konnte er den immensen Schriftverkehr zwischen den Verwaltungen verfolgen. „Ich wurde von einem riesigen Konvolut von Behörden-E-Mails überhäuft“, sagt er. Von Bezirksamt und Senatsverwaltungen bis hin zur BVG und Vattenfall waren beteiligt. Auch Politiker, wie Nikolaus Karsten und Tino Schopf (beide SPD) bemühten sich um eine Lösung.

Mit dem Ergebnis ist Carsten Meyer jetzt so zufrieden, dass er gemeinsam mit Anwohnern einen kleinen Sektumtrunk auf dem fertigen Weg organisierte. „Ausdrücklich erhebe ich mein Glas auf Stadtrat Kirchner, der diesen Vorschlag über all die Jahre unterstützte“, sagt der Anwohner. „So wie ich, hakte auch er immer wieder nach. Aber manche Dinge brauchen in der Berliner Verwaltung eben ihre Zeit. Aber ich bin froh, dass es hier ein Happyend gab.“ Dass der Stadtrat aus terminlichen Gründen nicht vorbeikommen konnte, bedauerte Carsten Meyer.

Der neue Weg zwischen Haltestelle und Furt zur Hans-Otto-Straße ist mit Gehwegplatten und Kleinpflaster ausgebaut. Die Gleise sind mit einer Absperrung gesichert. Dass die Umsetzung so lange dauerte, nimmt Meyer inzwischen gelassen. Verglichen mit anderen Projekten wie dem BER oder der Straßenbahnverlängerung zum Hauptbahnhof sei es hier doch noch relativ schnell gegangen, sagt er augenzwinkernd. BW
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