Die Abstimmung ist schwierig: Baubeginn am Tunnel ist auf 2018 verschoben

Immer stark frequentiert: Der Tunnel am Bahnhof Landsberger Alle verbindet den S-Bahnhof und die Straßenbahnhaltestelle. (Foto: Bernd Wähner)

Prenzlauer Berg. Im Tunnel am Bahnhof Landsberger Allee herrscht alles andere als Wohlfühlatmosphäre. In absehbarer Zeit soll er aber saniert werden.


Der Fußgängertunnel unter der Landsberger Allee verbindet den S-Bahnsteig mit der Haltestelle der Straßenbahnen sowie mit den Gehwegen der auf der Landsberger Allee. Er ist zugleich eine Brücke über Anlagen der Deutschen Bahn AG. Zehntausende Menschen drängen sich jeden Tag durch diesen Schlauch, meist, um von der Straßenbahn in die S-Bahn oder umgekehrt umzusteigen.

Doch so richtig wohl fühlt man sich hier nicht. Es gibt nur Dämmerlicht. Die Wände sind mit gelblichen Steinen gemauert. In manchen Fugen schimmern weiße Kristalle. Häufig sind die Wände bekritzelt. Über den Köpfen der Passanten hängt eine Art Blechabdeckung. Und irgendwie muffelt es, wenn man an Sommertagen durch den Tunnel huscht. Kaum jemand möchte sich hier länger als nötig aufhalten.

Eigentlich müsste diese Unterführung mal grundlegend saniert und modernisiert werden. Darin sind sich Senat und BVG einig. Letztere ist für den Tunnel zuständig. Die BVG hatte vor einiger Zeit bereits ihre Straßenbahnhaltestelle am Bahnhof Landberger Allee auf Vordermann gebracht. Nun soll auch der Tunnel saniert werden.

Im August 2015, also vor zwei Jahren, kündigten Senat und Verkehrsbetriebe an, dass die Arbeiten endlich in Angriff genommen würden. Doch der Abstimmungsprozess mit allen Beteiligten gestaltet sich schwieriger als zunächst angenommen.

„Unter anderem sind umfangreiche Abstimmungen mit der Deutschen Bahn AG und der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz notwendig“, erklärt BVG-Pressesprecher Markus Falkner auf Anfrage der Berliner Woche. Diese Abstimmungen hätten vor allem das Ziel, die Auswirkungen auf die Fahrgäste und den Verkehr so gering wie möglich zu halten.

Noch Ende vergangenen Jahres ging die BVG davon aus, dass die Arbeiten in diesem Sommer stattfinden könnten. Aufgrund langwieriger Koordination klappt das allerdings nicht. Doch Markus Falkner kann Hoffnung machen. „Wir werden noch in diesem Jahr mit der Baustelleneinrichtung unter der Brücke beginnen“, erklärt er. „Davon werden die Fahrgäste zunächst aber nicht sehr viel mitbekommen.“

Der maßgebliche und dann auch sichtbare Teil der Arbeiten soll im 2. Quartal 2018 mit dem Einbau eines Aufzugs beginnen, so Falkner. Er räumt ein, dass die Arbeiten an dem Tunnel ein sehr anspruchsvolles Vorhaben sind. Schließlich muss hier auf die S-Bahnen, Straßenbahnen, den Autoverkehr sowie auf die Fußgänger beziehungsweise Fahrgäste Rücksicht genommen werden. Geplant sind neben dem Einbau eines neuen Aufzugs auch eine neue Wandgestaltung sowie eine bessere Beleuchtung im Tunnel. BW
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