Die Gudvanger Straße am Humannplatz soll zur temporären Spielstraße werden

Prenzlauer Berg. Auf der Gudvanger Straße am Humannplatz soll es eine temporäre Spielstraße geben. Vorbild dafür ist das Land Bremen. "Wir schlagen vor, dass ein Straßenabschnitt der Gudvanger Straße an einem Wochentag als Spielstraße ausgewiesen wird", erklärt Matthias Groh, Sprecher der Anwohnerinitiative.

Diesem Vorschlag folgte jetzt die Bezirksverordnetenversammlung und beauftragte das Bezirksamt, den Beschluss umzusetzen. Im Einzelnen schlägt die Initiative vor, den verkehrsberuhigten Bereich der Gudvanger Straße vor der Wilhelm-von-Humboldt-Schule als temporäre Spielstraße einzurichten. Diese sollte Kindern zunächst einmal in der Woche zur Verfügung stehen.

Die Gudvanger Straße befindet sich unmittelbar am Humannplatz. Im Wohngebiet um den Platz befinden sich laut der Anwohnerinitiative immerhin sieben Kitas und vier Schulen. Die Zahl der Kinder und Jugendlichen in diesem Wohnviertel wird auf rund 3000 geschätzt.

Die Grünanlage und der Spielplatz auf dem Humannplatz sind bei Kindern sehr beliebt. Vormittags nutzen den Spielplatz viele Kita-Gruppen und nachmittags Hortkinder der benachbarten Schulen. Am späten Nachmittag kommen außerdem viele Eltern mit ihren Kindern vorbei. So ist der Stadtplatz bei schönem Wetter sehr belebt.

In Bremen funktioniert solch eine temporäre Spielstraße bereits. Allerdings müssen Lösungen erarbeitet werden, die mit dem Verkehrsrecht und der Straßenverkehrsordnung konform gehen. Die Bezirksverordnetenversammlung hat das Bezirksamt beauftragt, sich von den Bremer Erfahrungen leiten zu lassen.

Von April bis Oktober soll es eine Testphase für die Spielstraße geben. Sie wird von der Bürgerinitiative begleitet. Am Ende erfolgt eine Auswertung, auf deren Basis über die Weiterführung des Projektes im Herbst entschieden wird.

"Die Bremer Erfahrung zeigen, dass die eigenverantwortliche Nutzung einer temporären Spielstraße durch die Anwohner nicht nur den Kindern gefällt", erklärt Roland Schröder, der verkehrspolitische Sprecher der SPD-Fraktion. "Durch den Kontakt untereinander wird das Nachbarschaftsgefühl insgesamt gestärkt."


Bernd Wähner / BW
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