Drängelei vor den Gleisen: Der Schulweg zur Grundschule im Hofgarten soll sicherer werden

Der Schulweg für die Schüler der Grundschule im Hofgarten könnte in absehbarer Zeit sicherer werden. Die BVG ist in Zusammenarbeit mit der Verkehrslenkung Berlin (VLB) offenbar bereit, Veränderungen in Höhe der Straßenbahnhaltestellen vor der Schule vorzunehmen.

Die Grundschule im Hofgarten in der Danziger Straße 50 wurde 2010 gegründet. Seitdem wächst die Zahl der Schüler. Viele müssen auf dem Weg zur Schule die vielbefahrene Danziger Straße überqueren. Dazu nutzen sie vor allem die Überquerungsmöglichkeit an der Ampel Husemannstraße. An dieser Stelle können sie allerdings nicht in einem Zug die Straße überqueren. Weil auf der Straßenmitte auch die Straßenbahn fährt, kommen sie nur in drei Etappen über die Straße.

Das Problem ist, dass vor Unterrichtsbeginn sehr viele Menschen diese Ampel nutzen. Flächen auf dem Mittelstreifen, auf denen sie Schüler auf Grün warten, sind jedoch nicht groß genug. Stehen mehre Schüler mit Fahrrädern oder auch noch Erwachsene dort, wird es sehr eng. Das birgt erhebliche Gefahren, vor allem wenn sich Straßenbahnen nähern. Deshalb beschloss die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) im Mai, dass das Bezirksamt im Interesse eines sicheren Schulwegs für bauliche Veränderungen sorgen soll. Allerdings ist das Bezirksamt nicht allein dafür zuständig. BVG sowie VLB sind mit ins Boot zu holen, weil die Danziger Straße eine Straße mit übergeordneter Verkehrsfunktion ist.

Die BVG teilte dem Bezirksamt inzwischen mit, dass grundsätzlich eine Vergrößerung des Überwegs möglich sei. In Zusammenarbeit mit der VLB sei bereits eine Lösungsmöglichkeit erarbeitet worden. Diese sieht vor, die Haltestelle um zirka zwei Meter zurückzuverlegen, was zu einer Vergrößerung der fläche am Übergang führen würde.

Allerdings müsse darauf geachtet werden, dass die Haltestelle der Straßenbahn im Zuge der Umbauarbeiten nicht verkürzt wird. Auf der Linie M10 werden wegen des hohen Fahrgastaufkommens neuerdings 40 Meter lange Fahrzeuge eingesetzt. Im Zuge der Vergrößerung der Wartefläche auf dem Mittelstreifen soll dann auch gleich die Fläche auf der Gehwegseite vergrößert werden. Weil die Umsetzung des Vorhabens Aufgabe der BVG sei, warte man nun auf eine Vollzugsmeldung von dort, heißt es aus dem Bezirksamt.
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