Durch den Geimtunnel radeln: Mehr Leuchten für mehr Verkehrssicherheit

Verkehrsstaatssekretär Jens-Holger Kirchner vor dem Gleimtunnel. (Foto: Bernd Wähner)
Berlin: Gleimtunnel |

Prenzlauer Berg. Nachdem die Bauarbeiten zu Weihnachten weitgehend abgeschlossen waren, wird der Gleimtunnel dieser Tage wieder für den Verkehr freigegeben.

Noch in seiner Funktion als Pankower Stadtentwicklungsstadtrat hatte sich Jens-Holger Kirchner (Bündnis 90/Die Grünen) für ein möglichst rasches Ende der Bauarbeiten am Gleimtunnel eingesetzt. Im Tunnel mussten nach einem Unwetter am 27. Juli 2016 Sanierungsarbeiten stattfinden. Damit der Tunnel rasch wieder für den Autoverkehr geöffnet werden kann, lud Kirchner in seiner neuen Funktion als Verkehrsstaatssekretär Anfang des Jahres unter anderem Vertreter der Bezirksämter Pankow und Mitte, der Verkehrslenkung, der Oberen Verkehrsbehörde und der Polizei zu einem Vor-Ort-Termin am Tunnel ein, um letzte Maßnahmen vor der Wiedereröffnung zu besprechen.

Unter anderem wurde abgesprochen, dass im Tunnel zusätzliche Leuchten angebracht werden, damit es insbesondere auf den Bürgersteigen sicherer und heller wird. Weiterhin wird die Tempo-30-Zone bis zur Graunstraße erweitert, um so die Verkehrssicherheit für die Radfahrer zu erhöhen. Perspektivisch soll der Gleimtunnel in eine Fahrradstraße integriert werden, die durch die Stargarder und die Gleimstraße führt. Dazu müsse die Gleimstraße aber erst noch aus dem Hauptverkehrsstraßennetz herausgenommen werden, so Kirchner.

Fahrradstraße heißt, dass auf diesem Straßenzug Fahrradfahrer gegenüber Autofahrern prinzipiell Vorfahrt haben und das Tempo bestimmen. Autofahrer müssen dabei einen Mindestabstand zu den Radfahrern halten.

Die neue Fahrradstraße wäre die dritte in Prenzlauer Berg. Norweger und Choriner Straße sind es bereits. Mit der neuen Fahrradstraße wolle man vor allem auf den steigenden Radverkehr zwischen Prenzlauer Berg und Gesundbrunnen reagieren, erklärt Kirchner. Damit der Gleimtunnel in die neue Fahrradstraße integriert werden kann, wurden im 130 Meter langen Bauwerk bereits zwei neue Radwege angelegt und asphaltiert.

Im sanierten Gleimtunnel wurden übrigens auch wieder Parkplätze angelegt. Diese werden in diesem Gebiet dringend benötigt. Außerdem sorgen die Parkplätze dafür, dass Autofahrer im Tunnel nicht rasen. „Ich freue mich, dass nach den langen Monaten der Schließung der Gleimtunnel wieder eröffnet werden kann“, sagt Staatssekretär Kirchner. „Die Neugestaltung erhöht die Attraktivität des Straßenzuges für Radfahrer und ermöglicht ein sicheres Nebeneinander von Auto- und Fahrradverkehr.“ BW
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