Einen Radweg am Rande des Anton-Saefkow-Parks wird es nicht geben

Berlin: Anton-Saefkow-Park |

Prenzlauer Berg. Auf der Nordseite der Anton-Saefkow-Straße wird es keinen Radweg geben. Das teilt Stadtentwicklungsstadtrat Vollrad Kuhn (Bündnis 90/Die Grünen) mit.

Noch vor einem Jahr gab es zum Thema Radweg auf der Anton-Saefkow-Straße einen Konflikt zwischen Anwohnern und Straßenverkehrsbehörde. Diese ordnete nämlich im Juli 2016 Längs- statt Schrägparken der Autos an. Zugleich durften Radfahrer in beide Richtungen diese Einbahnstraße durchfahren. Niemand hatte allerdings die Anwohner informiert. Die ersten Anwohner bekamen die Neuregelung erst mit, als sie Knöllchen vom Ordnungsamt in den Scheibenwischern ihrer Autos vorfanden. Woran es lag, dass die Anwohnerinformation verschlafen wurde, ließ sich im Nachgang nicht mehr herausfinden.

Anwohner machten indes gegen die neuen Regelungen mobil, und die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) nahm sich des Themas an. Es sollte eine andere Lösung für Auto- und Radfahrer gefunden werden. Im April dieses Jahres wurde zunächst einmal der alte Zustand wiederhergestellt. Damit Radfahrer künftig die Straße in beide Richtungen befahren können, beschloss die BVV außerdem die Anlage eines separaten Radweges auf der Nordseite der Anton-Saefkow-Straße zwischen Kniprode- und Greifswalder Straße. Doch diese Idee lasse sich laut Kuhn nicht umsetzen. Der Park befindet sich auf einem Trümmerberg. Die Anlage des Radweges wäre äußerst kostspielig. Außerdem müssten 50 Bäume gefällt werden.

Hinzu kommt, dass der Senat es ablehnt, das Ganze aus Mitteln des Programms Stadtumbau Ost zu bezahlen. Denn der Anton-Saefkow-Park soll mit diesen Mitteln aufgewertet werden. Dafür gibt es bereits ein mit Anwohnern abgestimmtes Konzept. Etwa 2,6 Millionen Euro stehen in den Jahren 2018/2019 zur Verfügung. Ein neuer Radweg würde die bisherigen Planungen für den Park komplett komplett über den Haufen werfen. Aufgrund der entstehenden Zeitverzögerungen wären auch die Fördermittel in Gefahr. Das wollen weder Senat noch Bezirksamt mitmachen.

Das Straßen- und Grünflächenamt wird aber das Thema weiter im Auge behalten. „Möglicherweise ergeben sich andere Radverbindungsmöglichkeiten“, so Kuhn. Darüber werde man sich zu gegebener Zeit mit dem Verkehrsausschuss abstimmen. BW
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