Experten empfehlen Parkraumbewirtschaftung für die Carl-Legien-Siedlung

Prenzlauer Berg. Die Einführung einer Parkraumbewirtschaftung in der Carl-Legien-Siedlung ist sinnvoll. Zu diesem Ergebnis kommen die Verkehrsexperten des Büros von LK Argus.

Sie erhielten vom Bezirksamt den Auftrag, eine entsprechende Machbarkeitsstudie zu erarbeiten. Vor fünf Jahren wurden die ersten drei Parkzonen im Süden Prenzlauer Bergs eingerichtet. Ein Jahr danach ließ das Bezirksamt untersuchen, welche Auswirkungen diese auf die betreffenden Gebiete und die Nachbarkieze haben.

Ziele erreicht

Dabei zeigte sich, dass die gewünschten Erfolge tatsächlich erzielt wurden. In der Regel finden Anwohner wieder freie Parkplätze. Aber in angrenzenden Straßen nahm dafür der Parkdruck zu. Das betraf vor allem das Bötzowviertel und die Grüne Stadt sowie die Gebiete Arnimplatz, Humannplatz und Ibsenstraße. Deshalb beschlossen die Bezirkspolitiker, auch in diesen Gebieten die Parkraumbewirtschaftung einzuführen. Diese gilt seit zweieinhalb Jahren.

Im Frühjahr vergangenen Jahres teilte der Stadtrat für öffentliche Ordnung Torsten Kühne (CDU) mit, dass sich Anwohner aus der Carl-Legien-Siedlung nach Einrichtung der neuen Parkzonen beschwerten. Für sie werde es immer schwieriger, einen Parkplatz in der Nähe ihrer Wohnung zu finden.

Parkdruck nimmt zu

Deshalb soll dort ebenfalls Parkraumbewirtschaftung eingeführt werden. In einer Machbarkeitsstudie sollte das Büro LK Argus die Situation analysieren. Wie die jetzt vorliegende Studie zeigt, ist die Parkplatzsituation tatsächlich prekär. Eine Parkraumbewirtschaftung erscheint sinnvoll. Allerdings ist die Aus- und Überlastung des Parkraums nicht so stark, wie sie in anderen Kiezen war. Darum rechnet es sich für den Bezirk nicht, für die Parkraumüberwachung zusätzliches Personal einzustellen. Das Bezirksamt erarbeitet nun ein Konzept, wie durch eine Modifizierung der Kontrollzeiten in anderen Parkzonen Mitarbeiter frei werden könnten. Die sollen dann zur Überwachung in der Carl-Legien-Siedlung eingesetzt werden. Entsprechende Vorschläge wird Stadtrat Kühne in absehbarer Zeit dem Verkehrsausschuss der BVV vorlegen. Frühestens 2017 könnte dann die Parkraumbewirtschaftung starten. BW
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